Freund Angst

Wenn Alexander Huber - mit seinem Bruder Thomas als Huberbuam bekannter Kletterer - für etwas bekannt ist, dann wohl für seinen Mut. Dabei ist die Angst sein bester Freund: Das verrät er jedenfalls in seinem neuen gleichnamigen Buch, das nicht nur für Kletterer spannend ist. Wir haben es für Sie gelesen.

Er hat keine Todessehnsucht. Er sucht das intensive Leben. Das stellt der bayrische Extremsportler Alexander Huber, der gemeinsam mit seinem älteren Bruder Thomas seit Jahrzehnten die Kletterszene beeinflusst, gleich am Anfang des Buchs Die Angst, dein bester Freund klar. Auf 184 Seiten erzählt der Extremsportler und diplomierte Physiker, der von seinen Abenteuern auch als gefragter Redner berichtet, von dieser Beziehung.

Streckenweise liest sich das Buch wie eine Biographie, ist aber wohl im wahrsten Sinn eine Liebeserklärung an den besten Berater, den sich der eine Teil des Duos "Huberbuam" nur vorstellen kann. Von seiner Kindheit und dem "Bergnarrischen" Vater angefangen bis hin zu seinen größten Erfolgen, aber auch in Zeiten der Depression und Unsicherheit: Die Angst war ständig an Hubers Seite.

Alexander Huber

Nicht nur für SportlerInnen

Wer jetzt denkt: Was soll ich mit dem Buch, ich bin ja kein Extremsportler und schon gar kein Kletterer?! Mag sein, doch diese "Hymne" auf die Angst liest sich auch als Nicht-Sportler gut. Vieles, was Huber erzählt, lässt sich aufs "normale Leben" umwälzen. Das kommt nicht von ungefähr, gibt der erfolgreiche Allround-Bergsteiger ebenfalls Einblicke in sein Privatleben. Ein Leben, in dem die Angst - wie bei jedem anderen - eine wichtige Rolle spielt. Wie ein guter Freund das eben tun sollte...

 

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