Frauennetzwerke, die ihr kennen solltet: Sorority

Prosecco ist gut, echte Hilfe ist besser. Wir stellen euch heimische Businessnetzwerke vor, die bieten, was wir jetzt dringend brauchen, und zwar eine Räuberinnenleiter. Diesmal: Sorority.

Frauennetzwerke in Österreich, Sorority

Alle Frauen sind willkommen, um hier Business-Skills und Wissen zu teilen. Es geht um Solidarität und gemeinsames Hinaufheben.

Hier wird Solidarität gelebt, Sisters!

"Solidarity, Sisters" ist ihr Leitmotiv. Sie wollen nicht jammern, sondern sich gegenseitig unterstützen, weiterbilden und über Generationen hinweg austauschen. "Solidarität nützt uns allen, wir heben uns gemeinsam hoch" - Magdalena Meergraf, langjähriges Boardmember bei Sorority, beschreibt die DNA so: "Die Sorority versteht sich als unabhängiges, solidarisches Netzwerk, zugänglich für alle Frauen, unabhängig von Alter, Herkunft, Branche, Bildung, politischer Position. Die Sorority ist vielstimmig, der Verein hat kein dogmatisches Verständnis von Karriere, sondern ermutigt jede Frau, diesen Begriff für sich selbst zu definieren."

Inspiration und Frustration haben im Jahr 2014 zur Gründung geführt: "Alles hat während eines Gesprächs unter Freundinnen begonnen. Die Vereinsgründerinnen haben sich über ihre Erfahrungen im Berufsalltag ausgetauscht und bemerkt, dass sie alle mit ähnlichen Schwierigkeiten und Diskriminierungen zu kämpfen haben. Sie wurden oft überhört oder stumm gehalten. Männerbünde - in denen wichtige Entscheidungen und Beförderungen diskutiert werden - gibt es seit Jahrhunderten, aber noch keine coole Plattform zum Austausch und Wissenstransfer für Frauen. Der Wunsch war da, und bald die Sorority geboren." Und was als Couchtalk begann, wuchs: Heute gibt es 1.000 Mitglieder.

WIE VIELE SISTERS GIBT ES?

Die ersten Treffen fanden noch in Wohnzimmern statt - das geht heute nicht mehr, denn mittlerweile zählt die Sorority 1.000 Mitglieder.

WAS KRIEGT MAN?

Monatliche offene Treffen und dazu noch viele eigene Zielgruppen-Zirkel: Sorority Mothers (für Mamas), Lesezirkel Salon Sorority (feministisch relevante Werke werden besprochen), NomNom (CV-Training mit ExpertInnen), Tafelrunde (Vernetzung innerhalb einer Branche), branchenübergreifende Workshops und Skills-Trainings (von Social Media bis Stimmtraining).

WAS KOSTET DENN DAS?

30 Euro pro Kalenderjahr.

ERFOLGE BIS JETZT?

2018 erschien das Buch No More Bullshit: Das Handbuch gegen sexistische Stammtischweisheiten, 2020 wird auf die Coronakrise reagiert: mit dem Care-Arbeit-Schwerpunkt Who Cares?.

 

Aktuell