Frauen beschreiben sich selbst aus der Sicht eines männlichen Autors

"Sie hat runde Kurven, aber ein zartes Gesicht." Männerliteratur steckt noch immer voller Sexismus.

Wie viele Bücher von männlichen Autoren habt ihr in eurem Leben schon gelesen? Sicherlich einige. Und was sich darin fast immer wiederholt, sind die oberflächlichen Beschreibungen von Frauenfiguren. Da wird statt über ihren Charakter gerne über ihre Rundungen geschrieben, statt über ihre Position lieber darüber, wie gut sie im Kostüm aussieht.

Manchmal gibt es aber die besonders skurrilen Exemplare männlicher Autoren: jene, die behaupten, sie könnten Frauen "anders" beschreiben - und dann in die gleiche Klischee-Falle tappen. Eines dieser Beispiele tweetete kürzlich die Autorin Gwen C. Katz. Der Hintergrund:ein männlicher Autor sah nicht ein, dass Frauen in der Literatur unterrepräsentiert sind. Schließlich könne er als Mann auch ganz problemlos und klischeefrei eine Geschichte aus der weiblichen Perspektive erzählen. Die Autorin Katz postete schließlich einen kleinen Ausschnitt aus seinem Werk - und das löste eine Welle an Reaktionen aus:

"Ist das Satire?", fragt sich etwa eine Userin. Zurecht - denn der beschriebene Ausschnitt handelt von nicht mehr als dem Aussehen einer Frau. Und das auf besonders plumpe Weise.

Immerhin führte das Ganze aber dazu, dass Frauen sich selbst aus männlicher Autoren-Perspektive beschrieben - und die Ergebnisse sind grandios:


Der Fokus liegt klar: auf Gesicht, Brüsten, Hintern und der (Nicht-)Kompatibilität mit den Vorstellungen des Mannes, der sie beschreibt. Ein klares Beispiel dafür, dass die (echte) weibliche Perspektive in der Literatur dringend nötig ist.

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