Frau trägt drei Jahre das gleiche Outfit zur Arbeit

Matilda Kahl hatte genug von der ständigen Frage nach der passenden Kleidung. Ihre Lösung dafür war einfach: Sie kaufte 15 weiße Blusen, einige schwarze Hosen und schafft sich somit ihre eigene Arbeitsuniform.

Angefangen hat alles mit einem wichtigen Meeting an einem Montagmorgen. Matilda Kahl, Art Direktorin bei der Werbeagentur Satchi & Satchi in New York, stand in der Früh vor dem Kleiderkasten und konnte sich nicht entscheiden, was sie tragen sollte, wie sie für den Harpers Bazaar schreibt. Sie probierte verschiedene Outfits an, entschied sich in letzter Minute und kam gestresst und mit dem Pullover verkehrt herum angezogen zur Arbeit. Während sie mit der Kleiderfrage Zeit verschwendet hatten, gingen ihre Kollegen schon in den Konferenzraum, in dem sie zu diesem Zeitpunkt schon sitzen sollte. Sie hatte das Gefühl, dass sie ihre Zeit mit der Kleiderfrage verschwendet hatte, statt sich gedanklich auf den Termin vorzubereiten.

Um eine derartige Situation in Zukunft zu vermeiden, schuff sie sich ihre eigene Arbeitskleidung. Sie kaufte 15 weiße Seidenblusen und einige schwarze Hosen. Dazu band sie sich noch einen Lederband um den Hals und fertig war ihr Arbeitslook, der für jede Situation geeignet war. Warum auch nicht, immer ähnlich gestylt in der Arbeit auftauchen? Schließlich würden ihre männlichen Kollegen auch nicht so viel Aufsehen um die Kleidung machen. Das Problem mit der passenden Kleidung ist ein typisch weibliches Problem.

Die Reaktionen auf ihre "Uniform" waren gemischt. Viele hielten es für eine Wette und konnten ihre Motive nicht verstehen. Erst als zwei Jahre später der Artikel "Warum erfolgreiche Männer aus gutem Grund immer das gleiche tragen" erschien, hörten die Fragen auf.

Matilda Kahl ist auf jeden Fall froh, über ihre Entscheidung. Nicht, weil sie die Kleidung so toll findet, sondern weil sie sich sich hunderte Stunden in der Früh vor dem Spiegel gespart hat!

I woke up like dis

Ein von Matilda Kahl (@lilltrill) gepostetes Foto am

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Ein von Matilda Kahl (@lilltrill) gepostetes Foto am

 

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