Frau ohne Vagina will endlich Sex haben können

Lange Zeit schämte sich die junge Amerikanerin für ihre genitale Fehlbildung. Eine OP könnte nun ihr Leben verändern.

Als Jugendliche dachte Kaylee Moats, sie wäre eine Spätentwicklerin. Jahrelang wartete sie darauf, endlich ihre Periode zu bekommen, doch die blieb aus. Als sie mit 18 bei einer gynäkologischen Untersuchung dem Rätsel auf den Grund gehen wollte, folgte das ernüchternde Ergebnis: Bei Kalyee wird das seltene Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom diagnostiziert. Betroffene leiden unter einer Fehlbildung der Genitalien, da weder Vagina noch Gebärmutter vorhanden sind.

Eine Beziehung war für die 22-Jährige lange Zeit kaum vorstellbar, bis Kaylee ihren jetzigen Freund Robbie kennenlernte.

"Ich erzählte ihm nach einigen Monaten von meiner Krankheit. Er war erst verwirrt, versprach aber, mich zu unterstützen. Unsere Beziehung ist so viel mehr als nur Sex", erzählte Kaylee gegenüber der britischen Daily Mail.

Versicherung zahlt Eingriff nicht

Dank ihrer Schwester, die auf Go-Fund-Me eine Crowdfunding-Kampagne für Kaylee ins Leben rief, kann die junge Amerikanerin nun auf eine OP in einer Klinik in Atlanta hoffen, die mithilfe einer künstlichen Vaginalöffnung der 22-Jährigen zu einem (fast) normalen Leben verhelfen könnte. Denn trotz der Operation wird Kaylee nie fähig sein, ihre eigenen Kinder auszutragen.

Alleine kann sich Kaylee die 13.000 Euro teure Operation nicht leisten, da ihre Versicherung die medizinische Maßnahme als "kosmetischen Eingriff" einstuft und daher die Kosten nicht übernimmt.

Mittlerweile konnte das Spendenziel der Crowdfunding-Kampagne dank der medialen Berichterstattung schon nach kurzer Zeit erreicht werden. "Ich freue mich schon sehr auf mein erstes Mal. Obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob ich nicht bis zur Hochzeit warten will. Allein die Option zu haben, wäre ein Traum", so Kaylee.

 

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