Frau in Burkini durfte im Stadthallenbad nicht schwimmen

Nun ist der Burkini-Wahnsinn auch in Wien angekommen.

Nach den offiziellen Verboten in Frankreich und wochenlangen Diskussionen rund um den Burkini, hat die Debatte nun auch Wien erreicht. Wie der "Kurier" berichtet, wurde vor einigen Tagen eine junge Frau im Stadthallenbad diskriminiert und wegen ihres Burkinis des Schwimmbeckens verwiesen.

Burkinis sind eigentlich erlaubt


Das Skurrile daran: sie hatte sich zuvor noch telefonisch erkundigt, ob Burkinis erlaubt seien - und die Frage wurde ihr mit "Ja" beantwortet. Angekommen im Schwimmbad sah die Sache dann aber wieder anders aus.

„Ich wollte genau so eine Situation unter allen Umständen vermeiden. Darum habe ich im Vorfeld extra nachgefragt, ob man im Stadthallenbad mit Burkini schwimmen gehen darf. Am Telefon sagte man mir, dass das kein Problem sei“, erzählt die 23-Jährige dem "Kurier".

Aus dem Schwimmbecken geholt


Sie und ihre Freundin, die auch einen Burkini trug, wurden von einer Mitarbeiterin aus dem Becken geholt - mit der Begründung dass sie wegen der Hygienevorschriften so nicht schwimmen dürfen. Andere Badegäste hatte sich daraufhin für die jungen Frauen eingesetzt, doch das stimmte die Mitarbeiterin nicht um.

Die junge Frau wandte sich bereits an die Dokustelle der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie an die Antirassismus-Beratungsstelle ZARA. Der Sprecher der Wiener Sportstätten Manfred Faly meinte, der Stoff der Burkinis entsprach nicht den Sicherheitsvorschriften, da er aus Baumwolle war. Die junge Frau jedoch sagt, dass ihr Burkini aus Badeanzugstoff gefertigt war.

 

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