Französinnen lassen ihre Körperbehaarung wieder sprießen

Unter dem Hashtag #LesPrincessesOntDesPoils zeigen Französinnen, dass Achselhaare, Beinbehaarung & Co. bei Frauen kein Tabu mehr sein sollten.

Rasieren ist eine äußerst mühsame Angelegenheit - vor allem im Sommer. Da muss fast jeden Tag glatt gemacht werden, was aus unseren Achseln, auf unseren Beinen und in unserem Genitalbereich wieder zu sprießen beginnt.

Das wollen diese Französinnen jedoch nicht mehr. Sie lassen jetzt ihre Haare sprießen - und dokumentieren das Ganze unter dem Hashtag #LesPrincessesOntDesPoils, was so viel heißt wie: "Prinzessinnen haben Haare".

Erfunden hat den Hashtag die Schülerin Adèle Labo - und das bereits vor einem Jahr. Sie war in der Schule gemobbt worden, weil sie keine Lust hatte, sich zu rasieren. Noch immer posten Frauen unter dem Hashtag, wie sie sich dem sozialen Druck zur Haarentfernung entziehen.

Der Deutschlandfunk Kultur befragte junge Französinnen zu ihrer Körperbehaarung und die 18-jährige Deborah sagte: "Ich hatte gerade eine ziemlich schwierige Trennung hinter mich gebracht und habe danach beschlossen, zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zurückzukehren, für mich bedeutet das, mich so zu lieben, wie ich bin, das mag für andere nicht gelten, aber für mich heißt es das: Ich lasse meine Haare wachsen und akzeptiere mich genau so."

Doch in der Gesellschaft werden Achsel-, Bein- und Schamhaare bei Frauen noch immer nicht akzeptiert. Auch die Schülerin Labo erhielt mehrere Hasskommentare - sie betonte jedoch immer, dass jede Frau selbst entscheiden sollte, was sie mit ihrem Körper macht. Ob mit oder ohne Körperbehaarung. Denn: Wieso sollte bei Frauen etwas eklig sein, was bei Männern so normal ist?

 

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