Frankreich verbietet Magermodels

Sehr dünne Models gehören in Frankreich der Vergangenheit an: das Parlament hat ein Verbot abgemagerter Männer und Frauen auf Laufstegen beschlossen. Bei Missachtung droht Gefängnis.

Das Parlament in Paris hat ein Gesetz beschlossen, das gefährliches Untergewicht bei Models verbieten soll. Um auf französischen Modeschauen oder bei Fotoshootings arbeiten zu können, brauchen Models künftig eine medizinische Bestätigung, dass ihr Gesundheitszustand mit dem Beruf vereinbar ist.

Wichtig ist, dass der Body-Mass-Index (BMI) stimmt - liegt der Wert unter 20 (Männer) und 19 (Frauen) liegt Untergewicht vor. Wer Models in Frankreich künftig ohne Bescheinigung mit Angabe des BMI beschäftigt, dem drohen sechs Monate Gefängnis und 75.000 Euro Strafe.

Bearbeitete Fotos müssen gekennzeichnet werden


Die Abgeordneten fürchten, dass extrem dünne Models ein falsches Körperbild vermitteln können. Das neue Gesundheitsgesetz sieht neben der Androhung von Haft- und Geldstrafen vor, dass digital bearbeitete Fotos von Models etwa in Werbeanzeigen künftig mit einem Hinweis versehen werden: Wenn dort nicht angegeben ist, dass das Bild verändert wurde, drohen Geldstrafen von bis zu 37.500 Euro.

Modelagenturen in Paris hatten in den vergangenen Monaten gegen das geplante Verbot mobil gemacht. Es sei falsch, die Krankheit Magersucht mit der Schlankheit von Models gleichzusetzen, hieß es.

Auch in Österreich wird von der SPÖ ein entsprechendes Gesetz gefordert. "Für ein derartiges Gesetz machen sich die SPÖ-Frauen in Österreich schon seit langem stark “, so SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner in einer Aussendung.

 

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