Frank Stronach im Talk

Interview-Reihe: Bis zur Nationalratswahl fragen wir jeden Monat den Spitzenkandidaten einer Parlamentspartei: „Was tut ihr für die Frauen?“ Diesmal ist es der Parteigründer von Team Stronach für Österreich: Frank Stronach.

Wie haben Sie zu Beginn Ihrer Laufbahn Beruf und Familie vereint?
Meine Frau war zu Hause. Sie hat in späteren Jahren eine Bedienerin gehabt, aber am Anfang nie. Das ist viel Arbeit, ich bewundere, was Frauen schaffen. Als die Kinder noch klein waren, habe ich sehr viel gearbeitet, die Firma aufgebaut. Im Nachhinein denke ich, dass ich vielleicht ein bisschen mehr Zeit mit ihnen hätte verbringen sollen. Glücklicherweise sind sie gut geraten, meine Frau hat sehr gute Arbeit geleistet und die Kinder liebevoll erzogen.

Sie sagten bei unserer Begrüßung, dass Ihnen das Thema Frauen und Familie wichtig sei. Warum?

Das ist das Wichtigste in einer zivilisierten Gesellschaft. Von der Familie gehen die Werte aus. Die Frauen sind das Rückgrat einer Gesellschaft. Das Problem ist, dass sie an den wirklich wichtigen Entscheidungen in Österreich kaum teilnehmen können.

Was meinen Sie damit?

In Österreich hast du eine Freunderlwirtschaft. Und die ist zu hundert Prozent das Werk von Männergesellschaften. Beim Wirtschaftsbund sind fast alles nur Männer, beim Arbeiterbund sind fast nur Männer, die Gewerkschaft ist auch männerdominiert. Dann gibt es die Raiffeisenbank und die sagt: „Das ist unser Programm, das sind unsere Leute und das ist unsere Liste." Wieder Männer. Dann mischen der Michael Häupl und der Erwin Pröll noch ein bisschen mit. So entsteht die Regierung.
Da gibt es zwar einige Frauen, aber die wahren Entscheidungen treffen Männer in den Hinterzimmern der Macht.

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