Francis International Airport

Die wunderbare Wiener Indieband Francis International Airport hebt mit ihrem dritten Album "Cache" (ab 3. Mai, Siluh Records) in neue Synthiepop-Höhen ab. Das verdient Aufmerksamkeit.

Cache bedeutet "PC-Arbeitsspeicher" oder "Versteck"...

Für uns ist Cache ein Ort im Computer, bei dem man nie weiß, was in ihm passiert. Irgendwann ist er voll. Es ist ein Sinnbild. Außerdem entstand das Album, indem jeder von uns daheim am PC an Ideenschnipseln werkte, die wir uns dann via Internet hin- und herschickten - bis ein Gesamtwerk daraus wurde.


Euer neuer Sound ist mehr Elektronik-, weniger Gitarrenmusik. Er klingt nach Kraftwerk, den 80er-Jahren und dunkler als früher..

Es ist ein Lebensgefühl. Würden wir einen Soundtrack für 2013 schreiben, hätten wir keine Wandergitarre und Texte über die schöne Heimat im Kopf. 2013 ist vielmehr kühl, monochrom, futuristisch. Und gleichzeitig gibt es diese Sehnsucht nach Retro...

...und nach Verstecken?

Verstecke sind wichtig. Auch in Texten wollen wir nicht zu konkret werden, nichts am Tablett präsentieren. Man muss sich im Leben immer erst auf etwas einlassen, dann kann man auch etwas für sich mitnehmen.

Aber die Welt ist schnelllebig. Da ist wenig Zeit, genau hinzuhören...

Wir würden uns deshalb wünschen, dass Menschen öfter ihren Arbeitsspeicher, ihren Cache, leeren, um so Platz für Neues und neue Aufmerksamkeit zu schaffen.

Francis International Airport

14. Mai, Wien - WUK
16. Mai, Graz - PPC
17. Mai, Linz - Posthof
 

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