Fragen an die Sonne

Sonnenschutz richtig angewendet tut nicht nur der Haut gut, sondern hält länger deutlich jünger. Die wichtigsten Fragen und Antworten, ob man etwa trotz Sonnencreme braun wird, etc. haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Sonnenschutz richtig angewendet

Sonnencremen aus dem Vorjahr entsorgen:

Sonnencremen, wie auch alle anderen Kosmetika sind nur eine gewisse Zeit haltbar. Abgelaufene Produkte und jene, die über ein Jahr alt sind, sollten daher unbedingt schleunigst entsorgt werden.

Auf jeder Sonnencreme gibt es ein kleines Symbol mit einem geöffneten Tiegel, auf dem die Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen im Monat angegeben ist.

Auf die Dosis kommt es an:

Die meisten Leute verwenden nur die Hälfte der empfohlenen Sonnencrememenge. 6 Teelöffel Sonnencreme sind erforderlich, damit der durch den Lichtschutzfaktor vorgegebene Schutz erreicht wird. (Kinder benötigen je nach Größe etwas weniger!)

Je langsamer die Haut bräunt, desto gesünder und nachhaltiger ist die Bräune:

Prinzipiell gilt: Sonnenschutzzeit nicht komplett ausnützen, lieber einen höheren Lichtschutzfaktor verwenden. Außerdem die Mittagssonne meiden und die Haut nur langsam an die Sonne gewöhnen.

Ein Schattenplatz bietet natürlichen Schutz, mit nur halb so intensiver Strahlung und ermöglicht ein langsameres und gesünderes Braunwerden ohne Sonnenbrandrisiko.

Auch Haare und Augen brauchen Schutz:

Sonnenschutzprodukte für Haare, Kopf und Augen sind ein absolutes Muss. Beim Kauf von Sonnenbrillen sollte man vor allem darauf achten, dass die Gläser einen deklarierten UV-Schutz vorweisen.

Sand, Wasser, Schweiß, Abtrocknen vermindern den Sonnenschutz:

Wiederholtes Auftragen von Sonnencremen bietet maximalen Schutz.

Für sensible Hauttypen gibt es emulgator- und fettfreie Sonnenprodukte:

Vorsicht bei Make-Ups, Parfüms und Deos. Nicht "sonnentaugliche" Produkte können durch die Lichteinwirkung Pigmentflecken und Hautreizungen verursachen.

5 brennende Fragen zum Sonnenschutz finden Sie auf Seite 2!

UVA-Strahlung:
Diese Strahlen sind energieärmer, langwellig und dringen sehr tief in die Haut ein. Sie schädigen die Haut langfristig und sind für eine vorzeitige Hautalterung, Pigmentflecken und Faltenbildung verantwortlich. Weiters können sie auch die Hautzellen schädigen.

UVB-Strahlung:
UVB-Strahlen sind sehr energiereich, kurzwellig und druchdringen die oberste Hautschicht. Dort regen sie die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) zur vermehrten Melanin-Bildung an, das die Haut vor den Sonnenstrahlen schützt. So wird die Haut braun. UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und schädigen die Erbsubstanz der Haut!

Lichtschutzfaktor:
Der LSF gibt an, wie viel Mal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Melanom:
Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein bösartiger Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen der Haut, den Melanozyten, ausgeht.

Lichtdermatose:
Hierbei handelt es sich um eine Hautveränderung, die unter Einwirkung von Sonnenstrahlung entsteht. Sie kann durch UVA- und UVB-Strahlung ausgelöst werden. Im Volksmund ist sie auch unter "Sonnenallergie" bekannt.

Vier brennende Fragen an die Sonne

Mit Sonnencreme werde ich nicht braun?

Noch immer haben die meistverkaufen Sonnencremes in Österreich höchstens Lichtschutzfaktor 10. Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass man mit einem hohen Lichtschutzfaktor nicht braun wird. Doch selbst sehr dunkle, sonnenunempfindliche vorgebräunte Menschen können sich nur eine gewisse Zeit gefahrlos der Sonne aussetzen. Durch einen Sonnenschutz kann man sich gesund schützen und nachhaltig braun werden.

Wir oft sollte ich Nachcremen?

Etwa 6 Teelöffel (30ml) für den ganzen Körper sollten pro Eincremen verbraucht werden. Danach mindestens alle 2 Stunden nachcremen, da die Filterwirkung dann verbraucht ist.

Auch nach dem Duschen, Schwimmen und starken Schwitzen muss der Schutz erneuert werden.

Wichtig: Vergessen Sie auch die Lippen nicht!

Creme, Lotion, Spray oder Öl - welches Produkt ist das richtige?

Reichhaltige Cremse und Öle sind sehr gut für sensible und trockene Haut. Sie versorgen Sie mit einer Extraportion Pflege.

Bei unreiner Haut verwenden Sie am besten ölfreie Sprays oder mattierende Fluids. So bekommt die Haut zusätzlich Feuchtigkeit, aber kein zusätzliches Fett.

Kann ich durch Fensterglas einen Sonnenbrand bekommen?

Bis zu 80% der UV-Strahlen dringen durch Glas, aber auch durch Wolken. UVA-Licht tritt sogar ungehindert durch Fensterglas. Autofahrer hinter der Windschutzscheibe müssen daher weniger den Sonnenbrand, als die vorzeitige Hautalterung fürchten! Eincremen ist sinnvoll und für Patienten mit UVA-empfindlichen Hautkrankheiten Pflicht!

 

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