FPÖ-Abgeordneter soll eine Frau geschlagen und bedroht haben

Wie ein Bericht von "Vice" aufdeckt, soll der FPÖ-Abgeordnete Andreas K. eine Frau krankenhausreif geprügelt haben.

Bereits Anfang Oktober sorgte eine Meldung der Kronen Zeitungfür Aufsehen: Ein (damals noch nicht namentlich genannter) Abgeordneter der FPÖ soll eine Frau schwer misshandelt haben. "Laut Aussagen des Opfers schlug der Politiker im Zuge eines Streits 20 bis 30 Mal zu, zweimal drückte er der Frau einen Polster aufs Gesicht. Für mehrere Sekunden. Im Spital wurden multiple Hämatome und eine Schädelprellung festgestellt. Und sie verlor vier Zähne", steht in besagtem Krone-Bericht.

Wer jedoch der Abgeordnete war, war bisher unklar. Das Magazin "Vice" will ihn jetzt ausfindig gemacht haben: laut Vice-Informationen ist es der FPÖ-Abgeordnete und Zahnarzt Andreas K. Er wird höchstwahrscheinlich auch im nächsten Nationalrat vertreten sein. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien bestätigte gegenüber dem Magazin laufende Ermittlungen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im August 2017 wurde der Fall zur Anzeige gebracht, nachdem K. das Opfer bedroht und ihr sogar einen Anwalt zur Seite gestellt habe - der ihr aber geraten haben soll, bei der Polizei auszusagen, sie sei von einem Unbekannten auf der Straße verprügelt worden.

K. sitzt seit 2008 als FP-Abgeordneter und Wissenschaftsbereichssprecher im Nationalrat. Wie Nicole Schöndorfer und Thomas Hoisl von Vice berichten, hat er sich in der Vergangenheit etwa gegen "kulturell geprägte" Gewaltpraktiken ausgesprochen. Im Jahr 2009 fiel K. auch mit der ungewöhnlichen Idee auf, Frauen auch zur militärischen "Stellung" zu bitten - um den Präventionsgedanken in Sachen Gesundheit zu stärken.

Anmerkung: Die wienerin.at hat die FPÖ-Pressestelle um eine Stellungnahme gebeten, die an dieser Stelle veröffentlicht wird, sobald sie eintrifft.

 

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