Werbung

Forschen und Entdecken: So lernen Kinder gerne

Kreativität, das Lösen komplexer Probleme und vorausschauendes Denken sind Kompetenzen, die in unserer heutigen Wissensgesellschaft gefragter denn je sind. Wie können Kinder sich diese aneignen? Durch Ausprobieren und Experimentieren.

Wiener Forschungsfest

Was ist der „chemische Fingerabdruck“ eines Nahrungsmittels? Und wozu brauchen wir den im Alltag überhaupt? Anhand des Element- und Isotopenmusters eines Lebensmittels lässt sich dessen Herkunftsangabe direkt überprüfen. Denn nicht immer, wenn Regionalität draufsteht, sind auch Produkte aus der Region drinnen. Aber wie genau funktioniert das? Die Antwort darauf findet man beim Wiener Forschungsfest, wo an mehr als 40 Mitmach-Stationen heimische Forschungsprojekte zu entdecken sind.

Warum, wie, weshalb? Es sind gerade Fragen wie diese, die in unserer Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Das Problem besteht nicht mehr darin, Zugang zu Wissen – im Sinne von Daten und Zahlen – zu bekommen. Wir sind es gewohnt, dass wir es quasi frei Haus über Smartphone, Tablet oder PC geliefert bekommen. Google & Co sei Dank. Zu den zentralen Skills des 21. Jahrhunderts gehört es jedoch, diese Informationen zu verarbeiten und Sinn daraus zu ziehen. Kreativität, das Lösen komplexer Probleme, kritisches und vorausschauendes Denken sind Kompetenzen, die in unserer heutigen Wissensgesellschaft gefragter denn je sind. Das Gehirn wird zum wichtigsten Kapital. Wie können wir Eltern unsere Kinder dabei unterstützen? Etwa durch forschungsgeleitetes Lernen und Experimentieren.

Lernen selbst gestalten

Mit dem Lernen wird man nie fertig. Bisher war es üblich, Kindern möglichst früh Sachwissen beizubringen. Die bloße Anhäufung von Sachwissen reicht aber nicht mehr. Nur unmittelbare, selbstgemachte Erlebnisse stoßen im Gehirn wichtige Lernprozesse an. Bei einer lehrerzentrierten Wissensvermittlung sind die Kinder und Jugendlichen bloß passive Konsumenten von Informationen. Durch entdeckendes Lernen – durch Mitmachen und Ausprobieren – werden sie aktive Gestalter ihres eigenen Lernprozesses. Woher kommt nun das Essen auf meinem Teller? Mit „Feed and Food Quality, Safety and Innovation“ (FFoQSI) kann beim Wiener Forschungsfest jeder den „chemischen Fingerabdruck“ von Lebensmitteln selbst entdecken.

Erfahrungsräume schaffen

Kinder brauchen wortwörtlich Erfahrungsräume, in denen sie ausprobieren, sich selbst bilden und an sich selbst erfahren. Wie sonst soll es lernen, eigenständig Denkmuster zu entwickeln? Grundlage dafür sind eigene Interessen. Beim Forschungsfest kann man herausfinden, wie in Wien schon heute an der Zukunft getüftelt wird. Wo sonst kann man den Geheimnissen der Natur auf der Spur sein oder seinen eigenen Roboter bauen und zum Leben erwecken?

Anzeige

Fragen setzen Erkenntnisgewinn in Gang

Wir sind es gewohnt, Antworten vorgesetzt zu bekommen. Laut Untersuchungen der Pädagogischen Hochschule Wien sind im Sachunterricht der Volksschule etwa 80 Prozent der Versuchsanleitungen in Schulbüchern wie ein Kochrezept – Schritt für Schritt – aufgebaut, anstatt die Kinder zur Formulierung einer Forschungsfrage anzuleiten. Aber nicht die Antworten, sondern die Fragen setzen einen Erkenntnisprozess in Gang. „Guided Inquiry“ hilft ihnen dabei: Das heißt, dass Kinder und Jugendliche beim Formulieren von Fragen begleitet und unterstützt werden. Nur so können Kinder all das zur Entfaltung bringen, was sie in Zukunft brauchen: Innovationsgeist und Kreativität bei der Suche nach neuen Lösungen.

Prozesse statt Resultate

Forschendes Lernen ist ein dynamischer Prozess, bei dem die eigenen Ideen und Lösungswege im Mittelpunkt stehen. So können Kinder erleben, dass ihr eigenes Handeln zu Erfolgen führt. Diese Lernerfahrungen motivieren und stärken das Vertrauen in sich selbst.

Fehler zulassen, Fehler sind gut

Laut einer Studie aus Stanford hemmt die Angst vor Fehlern das kreative Denken. Somit ist es wichtig, Fehler als Möglichkeit anzusehen und auch zuzulassen. Sollte ein Versuch, ein Lösungsansatz einmal nicht klappen: Statt dem Kind zu vermitteln, dass es an etwas gescheitert ist, muss man es ermutigen: Wie kann man es noch einmal probieren?

Fantasie ankurbeln

Kreativität ist mehr eine Fertigkeit als ein angeborenes Talent – und zwar eine Fertigkeit, die Kinder üben können. Je mehr kreative Einflüsse von außen kommen, desto eher wird das Kind auch seine eigene Vorstellungskraft ausleben. Forschendes Lernen lebt vom Austausch in der Gruppe, vom gemeinsamen Überlegen. Genau das kann man beim Wiener Forschungsfest erleben.

 

Aktuell