Fitness-Poster auf Facebook haben psychische Probleme

Britische ExpertInnen fanden heraus, dass Menschen, die ihre sportlichen Leistungen auf Facebook zur Schau stellen, narzisstische Züge aufweisen.

Wir kennen sie alle, folgen ihnen womöglich oder sind sie selbst: Menschen, die regelmäßig ihre Freunde über ihre #fitnessgoals auf Social Media am Laufenden halten und die ganze Welt daran Teil haben lassen, wie "geil" ihr Körper ist.

Fitness-Poster weisen narzisstische Züge auf

Die britische Brunel University hat sich nun der Spezies der "Fitness-Poster" angenommen und ihr Verhalten in den sozialen Medien genauer studiert. Eine Untersuchung brachte nun interessante Ergebnisse über die Persönlichkeit dieser Menschen: Wie der britische Independent berichtet, fanden die ForscherInnen nämlich heraus, dass die sportlichen Social Media-Nutzer narzisstische Züge aufweisen. Das Ziel dieser Poster: beweisen, wie viel Zeit sie in ihr Training und ihr Aussehen investieren.

"Narzissten aktualisieren ihren Status über ihre erreichten Ziele öfter und dies bringt ihnen die Aufmerksamkeit und Bestätigung der Facebook-Community ein", sagen die StudienautorInnen.

Das kommt zwar nicht immer gut bei den Freunden an, generiert aber trotzdem viele Likes, wie die Studie zeigt.

Likes haben oft wenig mit Beliebtheit zu tun

Doch Studienautorin Tara Marshal warnt vor voreiligen Schlüssen. Nur, weil man viele Likes auf Facebook& Co. bekommt, heißt das nicht, dass man tatsächlich bei diesen Personen auch beliebt ist. "Obwohl unsere Ergebnisse zeigen, dass sich das Betteln der Narzissten um Likes am Ende auch für sie auszahlt, weil sie mehr Likes und Kommentare auf ihre Staus-Updates erhalten, kann zwar es sein, dass ihre Freunde sie öffentlich unterstützen, aber im Geheimen die egoistische Darstellung nicht mögen".

Wenn ihr also das nächste Mal jemanden um seine Likes beneidet, seid euch bewusst, dass diese meist weniger über die Beliebtheit einer Person aussagen als im ersten Moment angenommen.

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