Finger weg! So gefährlich ist Aluminium wirklich

Ständig nehmen wir Aluminium zu uns, ohne es zu wissen. Jetzt rät das Gesundheitsministerium dazu, die Menge in Deos und Lebensmitteln zu reduzieren. Finger weg vom Alu warnt Autor Bert Ehgartner schon seit Jahren, doch bis jetzt hat kaum jemand auf den Kritiker gehört. Wir haben den Experten gefragt, wie gefährlich Alu im Alltag ist.

In Ihrem neuen Buch „Gesund ohne Aluminium" (Ennsthaler-Verlag, um € 19,90) warnen Sie ebenfalls vor den Gefahren. Ein großes Thema ist das Impfen. Aluminium wird, wie Sie schreiben, seit fast 90 Jahren als Verstärker eingesetzt - ohne dass je überprüft wurde, was im Körper passiert. Wie kann das sein?
Bert Ehgartner: Aluminium ist ein Wirkungsverstärker, es hilft also Wirkstoffe zu sparen, da es im Immunsystem Alarm auslöst und wird so seit den 1920er-Jahren verwendet. Wie genau es funktioniert und was es im Immunsystem macht, hat man nie gewusst.

Da muss es doch Studien geben?
Na ja, was hat man gemacht. Man hat sieben Tage nach Impfungen geschaut, was passiert: Gibt es Fieber, Rötungen, Schwellungen ... Ob einen Monat oder vier Monate später etwas passiert, wurde nicht beobachtet. Man ist beim Impfen damals davon ausgegangen, Seuchen zu bekämpfen und die Angst vor den Seuchen war größer als die vor den Nebenwirkungen.

1) Impfungen
2) Laserdrucker
3) Trinkwasser
4) Kosmetika
5) Medikamente
6) Lebensmittel durch die Verwendung von Alufolie bei der Zubereitung, Verpackungen wie Tetra Pack, Farbstoffe, Babyfläschchen usw.

Und langfristige Impfwirkungen werden nirgends registriert?
Theoretisch schon. Ärzte können Nebenwirkungen melden. Aber da ist das Problem, dass diese das Gefühl haben für den Papierkorb zu arbeiten. Außerdem fühlen sie sich verantwortlich und müssten quasi sich selbst anzeigen. Somit gibt es in Österreich kaum Nachbeobachtungen. In Deutschland und den USA schon, da gibt es ein Melderegister, das jeder einsehen kann. Aber die Dunkelziffer ist noch viel höher. Für jede Meldung gibt es sicher noch zehn Fälle, die nicht gemeldet worden sind.

Gehen Sie selbst impfen?
Ich trete für Impfungen ein, die gut untersucht sind wie Masern, Mumps und Röteln.

Das ist eine Lebendimpfung ...
... ja, deswegen ist kein Aluminium drinnen. Kann gar keines drinnen sein, weil das Aluminium würde die Viren umbringen.

Ja, aber Diphterie und Tetanus zum Beispiel sind schlimme Krankheiten!
Das ist auch eine große Zwickmühle. In Frankreich gibt es diesbezüglich die aktivste Öffentlichkeit und eine Kommission empfiehlt endlich für Babys aluminiumfreie Alternativen zu finden. Aber die Franzosen stehen da ganz alleine. Überall herrscht der Glaube, dass Aluminium unproblematisch ist. Wenn die Hersteller Alternativen suchen müssten, würde sie das hunderte Millionen kosten, deswegen ist das Interesse von dieser Seite nicht sehr groß.

Cover Gesund ohne Aluminium

Wie ist das bei der HPV-Impfung (Humane Papilloma Viren)? Sie schreiben, dass für diese eine neue Art von Verstärkerkombination mit Aluminium und Salmonellen verwendet wurde. Und diese ebenfalls nicht getestet wurde, weil das Studienmodell so gewählt wurde, dass diese sowohl der Kontrollgruppe als auch der Versuchsgruppe verabreicht wurden?

Ja. Offensichtlich wurde da befürchtet, dass diese Alu-Verbindungen autoimmune Nebenwirkungen haben und beispielsweise Rheuma, Diabetes 1 und andere Krankheiten auslösen können. Also gab man die neuartigen Wirkverstärker nicht nur in der Impfstoffgruppe, sondern auch in der Kontrollgruppe. Damit wurden natürlich alle Nebenwirkungen maskiert und vertuscht. Dass solche schmutzigen Tricks möglich sind, zeigt, wie schlecht die Gesundheitsbehörden ihre Kontrollfunktion ausüben. Aber die Gesundheitsbehörden und die Pharmafirmen sind viel enger miteinander verbunden, als für die Bevölkerung gut ist. Da wechselt auch der eine zum anderen. Vor kurzem ist etwa die Chefin der großen US-Behörde CDC (Centers of Disease Control and Prevention) zu Merck, dem Hersteller-Konzern des HPV-Impfstoffes Gardasil gewechselt, dem einen Hersteller des HPV-Impfstoffes. Und das ist kein Einzelfall.

Man hätte ja leicht die Wirkung untersuchen können, in dem man drei Gruppen macht, eine Placebo, eine Gruppe, die nur den Verstärker bekommt und eine, die den vollen Impfstoff bekommt ...
Ja, aber das gewählte Modell ist Wahnsinn. Es sollte eine Impfung getestet werden und in Wahrheit ist nur der Wirkstoff getestet worden - und sonst gar nichts.

Haben Sie eine Tochter und würden Sie diese zur HPV-Impfung schicken?
Ich habe vier Töchter und ich habe sie gewarnt. Es hat sich gezeigt: Bei den Studienteilnehmern ist im Verlauf eines Jahres jede 43. an einer Krankheit erkrankt, die vorher nicht da war - und die ein Autoimmunproblem verursacht hat. Diese Mädchen und junge Frauen sind jetzt also chronisch krank.

Wie viele Frauen bekommen sonst Autoimmunkrankheiten?
Man hat Pseudo-Vergleichsstudien hergenommen und damit zeigen wollen, dass auch ohne Impfungen bei jungen Frauen Autoimmunerkrankungen auftreten. Ich kann jetzt nicht aus Versicherungsdaten oder einer anderen Studie derartige Daten herauslesen, weil die Zusammensetzung der Menschen anders ist. Dann würde ich Kraut und Rüben vergleichen. Dieses Risiko hätte ganz einfach gemessen werden können, als Gardasil getestet wurde und es ist einfach nicht passiert. Das wäre das einzige beweiskräftige Design gewesen. Das ist alles ein riesiger Marketingschmäh.

Haben Sie sich je mit der Österreichischen Krebshilfe zusammen gesetzt und darüber geredet?
Nein, das ist für mich eine Lobbying-Organisation. Die bekommen Geld von den Firmen, die dort haben kein Interesse an kritischer Forschung.

Wenn Babys geimpft werden, bekommen sie oft gleich zwei Impfungen auf einmal. Und somit eine große Menge Aluminium an einem Tag verabreicht. Wäre es besser diese Impfungen aufzuteilen?
Geschickter wären Impfungen ohne Aluminium. Eine Aussage dazu ist wirklich schwierig. Man weiß, dass wenn die 6-fach-Impfung und die Pneumokokkenimpfung gemeinsam verabreicht werden, dass es dann zu mehr Nebenwirkungen kommt. Das kann man auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Institutes nachlesen. Die beiden Impfungen zusammen enthalten 1,32 mg Aluminium. Und laut dem Europäischen Arzneimittelbuch darf eine Impfung nicht mehr als 1,25 mg Aluminium enthalten. Durch die Kombination kommt man über den Wert. Und die Begrenzung ist ja wahrscheinlich für Erwachsene gedacht - und jetzt bekommen Babys mit nur einigen Kilos Körpergewicht derartige Dosen verabreicht. Da müsste man doch sehen, dass da etwas gewaltig schief läuft.

Kurz zusammengefasst: Was sind die fünf größten Aluminiumfallen im Alltag?
Erstens die Kosmetik, also die Deos und Sonnencremen, das sind starke Fallen, da man das Aluminium über die Haut aufnimmt und es so rasch eindringt. Das sind speziell aggressive Aluminiumchlorhydratverbindungen. Bei der Aufnahme von Aluminium über den Mund ist der Magen-Darmtrakt gut gewappnet und antwortet mit Durchfall und Erbrechen. Wird dieser umgangen - wie bei der Haut -, so bleibt mehr im Körper zurück. Und das wäscht sich nicht alles beim Duschen ab oder bleibt auf der Kleidung!
Die zweite Falle sind die Impfungen, die zu 100 Prozent vom Körper aufgenommen werden. Wie viel später über die Nieren ausgeschieden wird, weiß man nicht.

Was ist die dritte Aluminiumfalle im Alltag?
Das sind rezeptfreie Arzneimittel wie zum Beispiel Mittel gegen Sodbrennen. Da können sich die Menschen unabsichtlich eine Überdosis Aluminium geben, ohne dass es jemand beaufsichtigt. Und die Mittel enthalten teilweise unglaubliche Mengen. Eine Tablette kann bis zu 300 bis 500 mg Aluminium enthalten. Mit 0,2 mg pro Liter Wasser können Sie Jungfische umbringen, mit 1,5 mg pro Liter Wasser große Fische.

Ist da noch nie etwas passiert?
Doch. Ich habe für einen Film Alzheimerpatienten gesucht, die noch über sich reden können. Und drei von vier, die wir interviewt haben, haben über viele Jahre Mittel gegen Sodbrennen genommen. Es gibt dazu aber kaum Untersuchungen. Früher hat man auf den Dialysestationen oft Alzheimerpatienten gefunden. Die Patienten haben gegen die schweren Nebenwirkungen der Dialyse Medikamente bekommen, in denen Aluminium drinnen war. Das ist den Ärzten schon aufgefallen, weil es gehäuft in kurzer Zeit vorgekommen ist, dass viele an Demenz erkrankt sind. Schnelle Fälle fallen auf, aber langsame leider nicht. Das ist wie beim Rauchen, da hat es auch Jahre gedauert bis man den Lungenkrebs auf das Rauchen zurückgeführt hat, weil der Prozess so schleichend vor sich geht.

Und die vierte Alu-Falle im Alltag?
Das sind Farbstoffe und Zusatzstoffe für Kindernahrungsmittel bzw. Süßigkeiten. Das Problem ist, dass die Hersteller die Rezepturen der Farbstoffe bisher nicht gewusst haben, die müssen erst jetzt gemeldet werden, weil es Höchstgrenzen gibt (eine genaue Auflistung der betroffenen E-Nummern gibt es im Buch). Und diese können Aluminium enthalten.

Kann man das als Konsument überhaupt feststellen?
Schon, das sind bestimmte E-Nummern, die Aluminium aufweisen können - oder auch nicht. Das Aluminium hat den Zweck, die Farbe zu stabilisieren und auf fettigen Oberflächen haltbar zu machen, so dass sie nicht abfärbt.
Und die fünfte Falle sind Verpackungen: Joghurt-Deckel, Dosen, Grilltassen oder Getränke-Kartons. Die enthalten oft Aluminium. Es gibt zwar Beschichtungen, die verhindern sollen, dass die Aluminium-Teile in Kontakt mit den Nahrungsmitteln kommen, aber ein englischer Experte hat das einmal untersucht und herausgefunden, dass etwa bei Tetra-Pak-Kartons keine einzige Verpackung richtig isoliert war. Das kann sein, weil sie heruntergefallen ist und beschädigt wurde oder weil die Plastikfolie Löcher hatte usw. Tetra-Paks sind aus ökologisch-gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen. Aber auch Verpackungen für Babynahrung sind aus Aluminium, da sind sogar hohe Dosen drinnen. Es wurde bei den Lebensmittelkontrollen viel zu wenig auf Aluminium geachtet. Zum Beispiel wird Schokolade auf Kupfer, Kadmium und alles mögliche getestet, aber nicht auf Aluminium. Und die ist voll davon, das dürfte bei der Verarbeitung passieren. Bisher hat das fast niemanden interessiert.

Sie schreiben im Buch, dass man als Konsument bisher nur die Möglichkeit hat mit Mineralwasser gegenzuarbeiten?
Naja, die eigentliche Lösung ist die Forschung auf diesem Gebiet - und die Sicherheitskriterien zu erhöhen. Mit siliziumreichen Mineralwasser kann man nur die Ausscheidung von Aluminium fördern, denn dieses bindet aufgrund des enthaltenen Siliziums (als Kieselsäure bei den Inhaltsstoffen ausgewiesen) Aluminium und so wird es ausgeschieden, das ist im Harn nachweisbar. Es ist aber nicht gesichert, ob das ganze Aluminium erwischt wird. Man weiß gar nicht, wie viel sich in den Knochen, der Leber, der Lunge oder im Gehirn ansiedelt und ob man das mit dem Wasser erreicht. Besser wäre es, Aluminium erst gar nicht einzulagern.

 

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