Fieberkrämpfe

Wenn man bisher nichts damit zu tun hatte, sind Fieberkrämpfe etwas Neues. Doch genau hier liegt die Gefährlichkeit: Setzen diese ein, heißt es schnell sein. Wir haben die wichtigsten Tipps.

Bei Fieberkrämpfen handelt sich - einfach ausgedrückt - um eine Reaktion des noch unreifen kindlichen Gehirns auf Fieber mit einem Krampfanfall. Fieberkrämpfe treten überwiegend im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren auf, am häufigsten sind die Anfälle um den 18. Lebensmonat. Dem Anfall geht meist ein rascher Fieberanstieg auf über 39 °C voraus.

Viele Kleinkinder erleben einen solchen Krampfanfall nur ein Mal, jedoch kann es passieren, dass diese öfters auftreten, sei es im Verlauf der selben Krankheit oder bei hohem Fieber zu einem anderen Zeitpunkt. Obwohl so ein plötzlich auftretender Krampf ein Schock für die meisten Eltern darstellt, da viele nicht wissen wie Sie reagieren sollen oder nie etwas von solchen Krämpfen gehört haben, beruhigt es, dass es in den meisten Fällen zu keinen gesundheitlichen Folgen kommt und diese Krämpfe meist harmlos sind. Trotzdem gibt es noch einige Fälle, bei denen diese Fieberkrämpfe ernster zu nehmen sind. Aufgrund dessen lassen sich zwei Formen von Fieberkrämpfen unterscheiden:


Einfache und daher harmlose Fieberkrämpfe

Bei den einfachen Fieberkrämpfen handelt es sich um harmlose Anfälle, die bei 80 bis 90 Prozent aller Erkrankten auftreten. Dabei handelt es sich nie um einen Vorboten zu einer Epilepsie. Sie dauern nur kurz, in der Regel ein bis maximal 15 Minuten. Das Kind wird meist bewusstlos und zeigt symmetrische - das heißt an der rechten und linken Körperhälfte gleichermaßen auftretende - Muskelzuckungen und Versteifungen der Arme und/oder Beine.

Komplizierte Fieberkrämpfe

Sie dauern länger als 15 Minuten an. Sie können asymmetrisch sein, innerhalb von 24 Stunden wieder auftreten oder von asymmetrischen Lähmungen gefolgt sein. Das Risiko, später an einer Epilepsie zu erkranken liegt hier zwischen 3 bis 4 %.

Symptome

  • Verdrehen der Augen oder starrer Blick Kind hält den Atem an, Lippen werden blau.
  • Kind ist nicht mehr ansprechbar, reagiert nicht, ist kurze Zeit bewusstlos.
  • Rascher Fieberanstieg über 39 Grad.
  • Kind kann krampfen, muss aber nicht.
  • Nach einem Krampfanfall schlafen die meisten Kinder ein oder sind längere Zeit verlangsamt und schläfrig.
  • Infekte der oberen Luftwege, auch eine Mittelohrentzündung und eine Lungenentzündung

Erste Hilfe

  • Auf die Uhr schauen, damit die Länge des Anfalls bestimmt werden kann.
  • Das Kind vor Verletzungen schützen, dabei aber krampfende Gliedmaßen nicht festhalten. Nichts in den Mund schieben, auch wenn sich Ihr Kind auf die Zunge beißen könnte.
  • Legen Sie Ihr Kind seitlich (wenn möglich, stabile Seitenlage), damit Speichel und evtl. auch Erbrochenes abfließen können.
  • Bei erstmaligem Fieberkrampf unbedingt Notruf 144 wählen. Es ist sehr wichtig, dass die Ursache in einem Krankenhaus abgeklärt wird.
  • Versuchen Sie nicht die Krämpfe zu verhindern.
 

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