Fibroadenom: Der gutartige Knoten in der Brust

Ein Knoten in der Brust sollte jedenfalls von deinem*r Frauenarzt*Frauenärztin untersucht werden! Doch nicht immer ist eine Veränderung der Brust ein bösartiger Tumor.

Frau hält Brust zu

Schon einmal beim Abtasten der Brust etwas gespürt, das da nicht sein sollte? Jede Veränderung der Brust sollte unbedingt von deinem*r Gynäkologen*Gynäkologin untersucht werden! Doch nicht jeder Knoten ist bösartig. Wir haben mit Dr. Michael Feichtinger vom Wunschbaby Institut gesprochen. Er erklärt, warum ein Knoten in der Brust nicht immer eine Brustkrebs Diagnose ist.

Das Fibroadenom

Sie gehören zu den häufigsten Brustknoten, die junge Frauen bei sich selbst ertasten. Gleichzeitig sind sie eine der häufigsten gutartigen Tumore, die es gibt: Fibroadenome. Das sind deutlich spürbare, leicht verschiebbare, glatte Knoten. Wie der Name schon sagt, bestehen die harmlosen Geschwülste aus Binde- und Drüsengewebe. Dabei ist eine Fibrose eine Bindegewebsveränderung. Das Adenom bedeutet eine Veränderung des Drüsengewebes. Die gutartigen Knoten sind üblicherweise hormonabhängig. Und treten typischerweise ab dem Zeitpunkt der Pubertät auf. Am häufigsten sind sie aber bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren zu sehen.

Gutartig vs. Bösartig

"In der Tastuntersuchung gibt es gewisse Unterschiede zwischen bös- und gutartigen Tumoren. Bösartige Knoten sind eher schlecht verschieblich und hart in der Konsistenz. Diese tun mitunter auch weh", so Dr. Feichtinger, "doch ich würde davor warnen selbst zu viel hineinzuinterpretieren!". Erst der Gang zum Arzt*zur Ärztin bringt Gewissheit. Eine ärztliche Untersuchung ist daher unbedingt notwendig. Außerdem besteht kein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren. Eine Frau mit Fibroadenom ist also nicht automatisch eine Hochrisikopatientin für Brustkrebs.

Behandlung

Fibroadenome müssen nicht raus operiert werden, wenn sie die Betroffenen nicht stören. Die gutartigen Knoten können sich sogar zurückbilden. "Eine von zehn Frauen bekommt im Laufe ihres Lebens einmal ein Fibroadenom. Also sind diese relativ häufig. Besonders während der Schwangerschaft gibt es oft eine Zunahme von Fibroadenomen. Da diese aber stark Östrogen abhängig sind, bilden sich die Knoten meist während der Menopause wieder zurück – also wenn die Eierstöcke ihre Arbeit erledigt haben", erklärt Dr. Feichtinger.

Brustkrebsvorsorge

Dr. Michael Feichtinger empfiehlt allen Frauen zwischen 45 und 69 alle zwei Jahre eine Mammographie (=Röntgenuntersuchung der Brust) durchführen zu lassen. Diese wird von der Kassa übernommen. Bei Frauen mit erhöhtem, genetischem Brustkrebsrisiko sollte es bereits ab 25 zu regelmäßigen Untersuchungen kommen.


 

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