FGM - Female Genital Mutilation

Der deutsche Verein TABU kämpft gegen Genitalverstümmelung an Mädchen. Ein Thema das nicht nur zum Kinostart von "Wüstenblume" aktuell sein sollte.

Der deutsche Verein TABU kämpft gegen Genitalverstümmelung an Mädchen. Ein Thema das nicht nur zum Kinostart von "Wüstenblume" aktuell sein sollte.

Waris Dirie
Die Geschichte von Waris Dirie kennen wir - die Geschichte jenes jungen Mädchens, das vor der Zwangsheirat aus einem kleinen afrikanischen Dorf flieht und mithilfe von Verwandeten nach London kommt, wo sie in einer Fastfoodkette arbeitet und von einem berühmten Fotograf entdeckt wird.

In einem Interview erzählt Dirie von ihrer Genitalverstümmelung, der darauf erscheinende Roman "Wüstenblume" wird zum Bestseller und macht dieses heikle und doch so wichtige Thema erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Nun wurde ihr Leben auch verfilmt und der gleichnamige Film "Wüstenblume" erschien vor kurzem in den Kinos.

So positiv das neue Medienecho rund um den Film für den Kampf gegen FGM auch ist - mit der Zeit verhallt es. Die Dringlichkeit der Bekämpfung bleibt jedoch. Der deutsche Verein TABU kämpft tagtäglich an erster Front gegen die Genitalverstümmelung an Mädchen.

Durch gezielte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit setzt der Verein sich in Deutschland und Afrika gegen weibliche Genitalverstümmelung ein. Die Projektarbeit in Kenia zeigt, dass sich Genitalverstümmlungen und andere frauenfeindliche Praktiken in ihren Ursprungsregionen überwinden lassen. Mädchen und Frauen vorgeschlechts- spezifischer Gewalt und Unterdrückung zu bewahren, ist oberstes Anliegen. Viel Engagement wird in die Präventionsarbeit gesteckt.

TABU e.V. unterstützt u.a auch die "Kampagne gegen die Genitalverstümmelung von Patenmädchen" - eine Aktion, adressiert an Entwicklungshilfeorganisationen mit einem Patenkindprogramm, die bislang die Genitalverstümmlungen dulden, obgleich sie die Möglichkeit besitzen, effektiv zur Abschaffung dieser sinnlosen Gewalt beizutragen. Herzstück der Kampagne ist die ePetition: mit vier Protestbriefen können Sie alle sich an der Aktion beteiligen und von den Patenschaftsorganisationen Schutz für die bis zu 400.000 Patenmädchen einfordern. Machen Sie mit auf:
www.patenmaedchen.de



 

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