Feuer in Tibet

Soziale Missstände, Unterdrückung der eigenen Kultur und Religion, massive Polizeipräsenz und Zensur: Dagegen richten sich die Tibeter in ihrem Freiheitskampf.

Wenn der Dalai Lama Ende Mai zu Besuch nach Österreich kommt (siehe Infobox links), wird er wenig Gutes aus seiner Heimat zu berichten haben. Allein im vergangenen Jahr haben sich mehr als 30 Tibeter angezündet - ein verzweifelter Protest gegen die chinesische Repression. Und es sind nicht nur Mönche, sondern auch Schüler, Studenten, junge Menschen inner- und außerhalb Tibets, die diesen Weg gehen. Und immer öfter sind es Frauen.

Am späten Nachmittag des 3. März 2012 betrat die 19-jährige Tsering Kyi eine öffentliche Toilette nahe einem Gemüsemarkt im Zentrum von Maqu-Stadt im Autonomen Tibetischen Bezirk Gannan in der chinesischen Provinz Gansu, schlüpfte in ein traditionelles tibetisches Gewand und tränkte den Stoff mit fünf Litern Benzin. Dann ging sie hinaus auf den Markt und setzte sich in Brand.

Die Selbstverbrennung der jungen Frau, die noch an Ort und Stelle verstarb, ist nur eine von inzwischen 33, die sich laut Angaben der in London ansässigen NGO Free Tibet seit März 2011 inner- und außerhalb Tibets ereigneten (Stand: April 2012) und den Blick der Öffentlichkeit auf die dramatischen Zustände im tibetischen Hochland lenken...

Die ganze Story lesen Sie in der akutellen Ausgabe der WIENERIN (Mai 2012)!

Der Dalai Lama in Österreich: Am 25. Mai wird er in der Wiener Stadthalle zu „Ethik und menschliche Werte in der modernen Gesellschaft“ sprechen, am 26. Mai nimmt er an einem Symposion zu Buddhismus und Wissenschaft im Audimax der Uni Wien teil.
Kein Pfad führt zurück. Aufbruch in ein neues Leben
Chime – meine Tochter aus Tibet erzählt
Maria Blumencron, Chime Yangzom
Südwest Verlag, € 20,60

Humorvolle Erzählung über eine deutsch-tibetische Patchworkfamilie, bestehend aus der Autorin Maria Blumencron, ihrer tibetischen Patentochter Chime und sechs tibetischen Flüchtlingskindern. Letztere traf Maria im April 2000 bei Dreharbeiten für eine Dokumentation - heute sind sie ihre Patenkinder.
 

Aktuell