Fernando Botero

Das Bank Austria Kunstforum widmet dem kolumbianischen Maler und Bildhauer Fernando Botero (*1932 in Medellín) ab Mitte Oktober die erste umfassende Präsentation seines malerischen Werks in Österreich. 70 Gemälde, von den 1950er Jahren bis heute, geben Einblick in Boteros künstlerisches Universum.

Porträts, Akte und Stillleben interpretiert der Künstler mit Anspielungen auf seine südamerikanische Herkunft. Es sind Darstellungen von scheinbarer Heiter- und Harmlosigkeit, dabei jedoch doppeldeutig und voll abgründiger Raffinesse. Mit seinen opulenten, wie »aufgeblasenen« Figuren, deren Ästhetik der präzisen Form- und subtilen Farbgebung gleichsam widerspricht, erstaunt Fernando Botero die Welt seit über 50 Jahren.

Botero zwingt die Kunstgeschichte geradezu, ihren eigenen Kanon in Frage zu stellen. Die Ausstellung, in der auch der Aufsehen erregende Abu‐Ghraib‐Zyklus von 2004/2005 präsentiert wird, geht dem »Phänomen Botero«, das heute aktueller ist denn je, nach.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Kapitel: Alltag in Südamerika, Katholizismus, Stierkampf oder Paraphrasen auf die berühmtesten Werke der Kunstgeschichte - Bilder, in denen immer wieder die Sinnlichkeit des Lebens und seine Vergänglichkeit aufeinander prallen. Mit unglaublicher Konsequenz gibt er zu verstehen, was ein Bild seiner Auffassung nach zu leisten hat: eine eindeutige Botschaft, einen unmissverständlicher Dialog zwischen Künstler und Betrachter.

Boteros Sujets scheinen aus einer anderen Zeit zu kommen und sind voller Melancholie und Nostalgie. Damit steht Botero - genau wie die zeitgenössische südamerikanische Literatur und Musik - ganz in der Tradition seines Heimatkontinents.

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Termin:
12. Oktober 2011 – 15. Jänner 2012

Öffnungszeiten:
Täglich 10–19 Uhr,
Freitag 10–21 Uhr

Ort:
Freyung 8
1010 Wien
 

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