"Femen"-Aktivistin wollte Jesus aus Krippe stehlen

Eine barbusige Aktivistin der Frauenrechtsgruppe „Femen“ wollte am ersten Weihnachtsfeiertag das Jesuskind aus der Krippe am Petersdom stehlen. Sie wurde verhaftet und darf den Vatikan nie mehr betreten.

Jana Aschdanowa war am 25. Dezember über die Absperrung des Petersplatzes in Rom geklettert. Dort zog sie ihr T-Shirt aus und zeigte ihre mit den Worten „God is woman“ (Gott ist eine Frau) beschriebene Brust. Dann nahm sie die Holzfigur des Jesuskindes aus der Krippe. Ein Sicherheitsmann führte die ukrainische Aktivistin wenig später ab.

Femen.org


Nach der Festnahme hatte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi zunächst von einem „extrem schwerwiegenden“ Vorfall gesprochen, der die „religiösen Gefühle einer großen Zahl von menschen“ verletzt habe, und kündigte einen Prozess gegen Aschdanowa wegen „Störung des Friedens und obszöner Akte in der Öffentlichkeit sowie Diebstahls“. Mittlerweile ist die Frau jedoch wieder frei, es wurde jedoch ein Zutrittsverbot für den Vatikan und den Petersdom ausgesprochen.

Die „Entführung“ des Jesuskindes war als Protest gegen die römisch-katholische Kirche geplant. „Femen“ hat bereits in der Vergangenheit gegen die Haltung der Kirche mit Aufsehen erregenden Aktionen demonstriert: „Die katholische Kirche hat Frauen jahrhundertelang unterdrückt, und es ist Zeit, dass Feministen dagegen ihre Stimme erheben“, erklärte die Gruppe auf ihrer Website.

Zuletzt hatten ukrainische Aktivistinnen den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. gefeiert.

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