Fasten vs. Detoxen

Die Fastenzeit beginnt - traditionell beginnt man ja mit Kuren und Diäten am Aschermittwoch. Was aber unterscheidet Fasten und Detoxen? Was bringen diese Methoden dem Körper und sollte man sie wirklich die berühmten 40 Fastentage bis Ostern durchhalten?

Fasten

Was ist Fasten?
Unter Fasten versteht man den völligen oder teilweisen Verzicht auf Speisen, Getränke oder Genussmittel. Diese Nahrungsaskese kann einen oder auch mehrere Tage dauern. Zu Beginn steht oft die Darmentleerung mit Glaubersalz und einige Tage, in denen (fast) nichts gespeist wird.

Was passiert beim Fasten?
Während das religiöse Fasten ein bisschen als Bußzeit verstanden wird, geht es beim Heilfasten darum, das Wohlbefinden zu erhöhen und den Gesundheitszustand zu verbessern. Der Körper soll entsäuert und von Schlacken befreit werden, die sich laut Fastenanhänger im Körper ansammeln.Tatsächlich aber weiß man heute aus der Wissenschaft, dass der Körper selbst für ein ausgeglichenes Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen sorgt. Auch Schlacken sind medizinisch nicht nachweisbar. Denn alle Stoffwechselprodukte, die nicht mehr benötigt werden, werden über Niere, Darm, Lunge oder die Haut ausgeschieden.

Probleme beim Fasten?
Von einem völligen Nahrungsverzicht wird abgeraten, da es zu einer Unterzuckerung und damit verbundenem Zittern, Schwitzen, Unruhe, Muskelkrämpfen, Sehstörungen oder einem Hexenschuss kommen kann. Auch zum Abnehmen ist Fasten nicht geeignet, da durch die strikte Reduktion der Kalorienaufnahme die Gefahr eines Jojo-Effekts steigt.

Fazit.
Es gibt viele Anhänger vom Fasten, da damit meist ein Rückzug an einen stilleren Ort verbunden ist und so viel Zeit zum Nachdenken und zum Planen eines Neustarts bleibt. Auch regelmäßig einen Tag zu fasten kann durchaus Sinn machen, um das Gewicht zu halten. Wer will kann ja auch einfach einige Tage auf bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade verzichten. Ob das unbedingt 40 Tage sein müssen, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist, dass die Kalorienzufuhr nicht zu stark reduziert wird.

Detoxen

Was ist Detoxen?
Detoxen wird als das neue Fasten verkauft. Die Bezeichnung wird dabei häufig als Synonym verwendet. Im Unterschied zum Fasten, welches rein über die Nahrung stattfindet, werden beim Detoxen nicht nur Tees, Lösungen, Getränke und Pulver verkauft, sondern auch Massagen und Fußbäder. Empfohlen werden viele Nahrungsmittel wie Zitrone, Spargel oder Gurken, denen ein entwässernder Effekt zugeschrieben wird - die aber ohnehin saisobal bedingt auf jedem normalen Speiseplan zu finden sind.

Was passiert beim Detoxen?
Beim Detoxen wird über einen odere mehrere Tage die Nahrung reduziert.

Probleme beim Detoxen?
Bei den Produkten wie den Bädern handelt es sich teilweise um völligen Humbug. Bei Vorführungen von Detox-Bädern lassen sich einfache chemische Reaktionen beobachten. Die braune Färbung dabei stammt zum Beispiel von Eisenstücken und nicht von den Personen selbst - die aber den Eindruck bekommen, sie würden von Giftstoffen befreit werden.

Fazit.
Wie beim Fasten gibt es auch etliche Fans, vor allem Stars wie Sienna Miller, Gwyneth Paltrow und Claudia Schiffer springen auf die Schiene auf und legen immer wieder einzelne Detox-Tage ein. Man könnte diese aber genauso gut als Fastentage bezeichnen

 

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