Fanliebe

Egal ob Schauspieler, Model, Sänger oder Sportler: Stars haben etwas an sich, was Fans seit Jahrzehnten fasziniert. Sei es, was sie tun, wie sie sich kleiden oder ihre Art - jeder Schritt wird genauestens verfolgt. Doch wann geht Fanliebe zu weit?

Jeder Artikel wird über ihn oder sie gelesen, man hängt nächtelang auf YouTube und sieht sich Videos und Interviewausschnitte an und an den Wänden hängen dutzende Poster: Ist die Fanliebe groß, gibt es fast keine Grenzen bei der Verehrung des begehrten Objektes. Doch Fan ist nicht gleich Fan - es gibt unterschiedliche Typen:

Die Schwärmerei

Man himmelt einen Star zwar an, dies drückt sich aber über ein freudiges Lächeln, wenn man ihn im Fernsehen sieht, aus und nicht durch tapezierte Wände mit seinen Bildern und Tattoos auf dem eigenen Körper. Man freut sich das Objekt der Begierde zu sehen, sieht sich vielleicht einen Film nur aufgrund dessen an, dass der Lieblingsschauspieler mitspielt, mehr Ausdruck wird dem Ganzen aber nicht verliehen.

Die begleitende Liebe

Es gibt Stars, die begleiten einen seit Kindesbeinen an: Sei es die Musik von Michael Jackson oder die Filme von Sean Penn. Man mag den Star und findet ihn sympathisch, verbindet auch viele Erinnerungen an ihn.

Die große Liebe

Manche Menschen sehen in einem Star ihren 'perfect match' - also ihre Seelenverwandten, den oder die Richtige(n), jemanden, zu dem sie richtige Liebe spüren. Dies äußert sich dann dadurch, dass man Bilder sammelt, in der Freizeit ein Video nach dem anderen ansieht, ein Bild des Auserwählten als Bildschirmhintergrund auf Handy und Laptop hat und man alles darauf ansetzt ihn einmal zu treffen. Auch das Umfeld dieser Personen weiß darüber bescheid und darf es nicht wagen, schlecht von dem Star zu reden, da die Fanliebe soweit reicht, dass Konflikte mit Freunden in Kauf genommen werden, nur um den Star vor verbalen, negativen Angriffen zu schützen.

Der Lebensmittelpunkt

Es gibt auch ganz extreme Fälle, wo der Star zum Lebensmittelpunkt wird. Gesichtet wurden schon Fans, die immer eine Puppe, welche ein Abbild des Stars ist, dabeitragen oder auch Pullover und T-Shirts mit dem aufgedruckten Bild des Prominenten täglich herumlaufen. In diesem Fall sollte mit Verwandten und Freunden gesprochen werden, ob professionelle Hilfe vielleicht von Nöten wäre.

Extremismus

Es gibt auch ganz extreme Fälle. Beispielsweise bot ein Mädchen im Internet ihre Jungfräulichkeit gegen ein Justin Bieber Konzertticket an. Außerdem bekam Jared Leto einmal per Post ein Ohr von einem Fan zugeschickt. Auch Tattoos sind keine Seltenheit, genausowenig wie Stalking. Diese Fälle haben nichts mehr mit Liebe zu tun, hierbei geht es vielmehr um Besessenheit. Es geht sogar soweit, dass man sich selbst oder dem Star schaden will, weil man aus der Verzweiflung heraus nichts anderes zu tun weiß. In diesem Fall ist eine professionelle Hilfe unumgänglich.

 

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