Familientipps zu Corona: Wie Eltern und Kindern nicht die Decke auf den Kopf fällt

Ausgangsbeschränkungen für Groß und Klein: 9 Tipps für die Familien-Quarantäne.

Mutter und Tochter in Meditationspose auf der Couch

Das Corona-Virus bringt täglich neue Herausforderungen und betrifft uns nun auch im Familienalltag. Was tun, wenn die Schulen und Kindergärten auf Notbetrieb umschalten und die Kinder plötzlich den ganzen Tag zu Hause sind? Die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiterinnen Christina Kern (Altmünster) und Heidemarie Stuck (Moosburg) haben SOS-Familientipps für Eltern zusammengestellt.

Corona-Quarantäne: 9 Tipps, wie Eltern und Kindern zuhause nicht die Decke auf den Kopf fällt

Ruhig bleiben
Angst ist ansteckend. Wenn die Eltern selbst ruhig bleiben, gibt das dem Kind Sicherheit. Die aktuellen Maßnahmen und das Corona-Virus sachlich und altersgerecht erklären, hilft auch schon kleinen Kindern, die Ausnahmesituation zu verstehen. Die Stadt Wien etwa hat ein hilfreiches Video produziert.

Struktur geben
Auch wenn "keine Schule!" im ersten Moment so klingt: Die aktuelle schulfreie Zeit sind keine Ferien. Etwas länger schlafen als sonst ist kein Problem – ein strukturierter Tagesablauf ist jedoch sehr wichtig. Eltern und Kind sollten gemeinsam die Aufgaben durchgehen, die von der Schule mitgegeben wurden, und fixe Zeiten einplanen, zu denen diese bearbeitet werden.

Virtuelle Kontakte

Unterstütze dein Kind, soziale Kontakte digital aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel Skypen mit der besten Freundin oder regelmäßig mit der Oma über WhatsApp telefonieren.

Abwechslung in den eigenen vier Wänden
Selbst erfundene Spiele können die Zeit daheim zu einem Abenteuer machen. Wie wäre es mit einer Verkleide-Ecke, in der das Kind in bunte Stücke aus Mamas oder Papas Kleiderschrank, Schuhe oder ausgediente Hüte schlüpfen kann? Auch eine Schatzsuche in der Wohnung bringt Spaß. Kuscheltiere, Legosteine oder kleine Naschereien verstecken und schön können sich vor allem jüngere Kinder eine ganze Zeit lang in eine spannende Suche vertiefen.

Alltag teilen
Beziehe deine Kinder in den Alltag mit ein. Je nach Alter können Kinder kleine Aufgaben im Haushalt übernehmen oder beim Kochen helfen. Und fast nichts schmeckt so gut wie ein gemeinsam gebackener Kuchen.

Oster-Basteleien
Andere horten Klopapier, Eltern horten Klopapier-Rollen: Denn Basteln ist ein toller Zeitvertreib und kommt im hektischen Alltag oft zu kurz. Leere Klopapierrollen werden mit bunten Papier-Ohren, Draht-Schnurrbarthaaren und Watte-Schwänzchen zu kleinen Osterhasen und aus einfachem Salzteig können Herzen oder Tiere als Tisch-Deko für den Ostersonntag entstehen.

Privates Co-Working
Wer im Home Office arbeitet, kann sich gemeinsam mit seinem Schulkind Ziele stecken. Setzt euch zusammen an den Tisch und legt Aufgaben fest. Zum Beispiel 40 Minuten, um Mails zu beantworten, während das Kind eine Schulaufgabe löst. Danach gibt es eine gemeinsame Pause und dann folgt das nächste Ziel.


Rückzug
Bevor deiner Familie die Decke auf den Kopf fällt, baut doch lieber eine Höhle draus! Sessel, Polster und Leintücher bilden gemütliche Lager, in die sich Eltern und Kinder zum (Vor-)Lesen oder Spielen zurückziehen kann.

Rauszeit
Wenn die Turnstunde oder der Schwimmkurs gestrichen sind, brauchen Groß und Klein auf anderem Weg Bewegung und Frischluft . Nach den aktuellen (Stand 16.3.2020) Vorgaben der Regierung dürfen kleine Spaziergänge allein oder mit jenen Menschen, mit denen man im Haushalt lebt, unternommen werden. Auch, wenn also Sport- und Spielplätze gesperrt sind, ist eine kleine Runde um den Block erlaubt.

 

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