Fakten zur Pille

Die Pille ist auch Jahrzehnte nach Zulassung der ersten Präparate, das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel bei Frauen, doch viele wissen gar nicht, was die Anitbabypille alles kann. Hier gibt es alle Fakten.

Die Pille ist eine sehr sichere Verhütungsmethode, die bei später auftauchendem Kinderwunsch, im Gegenzug zu anderen Verhütungsmethoden, ohne Probleme wieder rückgängig gemacht werden kann. Waren Pillen früher noch regelrechte Hormonbomben, so enthalten moderne Präparate niedrig dosierte synthetische Geschlechtshormone. Die Kombinationspillen enthalten die Hormone Östrogen und Gestagen in verschiedensten Zusammensetzungen und Dosierungen. Außerdem gibt es die Minipille, welche nur Gestagen enthält. Diese wird nur unter bestimmten Umständen angewendet, zum Beispiel von Frauen in der Schwangerschaft.


Bei mehr als 20 verschiedenen Antibabypillen auf dem Markt kann es schwer sein, sich für eine zu entscheiden. Sinnvoll ist es, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Antibabypillen es gibt, um dann mit seinem Arzt darüber zu sprechen und herauszufinden, welche Pillendosierung bei Ihnen wirklich von Nöten ist.

Welche Pille ist wann geeignet?

Die Pille eignet sich für fast alle Frauen - für junge bis hin zu Frauen in den Wechseljahren. Dabei steht natürlich die Verhütung an erster Stelle, trotzdem können Kombinationspillen zusätzlich in anderen Bereichen helfen. Ob im Einzelfall eine Pille geeignet ist und welches Präparat gegebenenfalls zu bevorzugen ist, entscheidet der Frauenarzt, denn jede Pille wirkt anders:

Bei unregelmäßiger Menstruation: Jede kombinierte Pille reguliert Ihre Periode. Zwei-, drei- und mehrphasige Antibabypillen enthalten unterschiedliche Hormonlevel um den natürlichen Zyklus besser zu imitieren. Diese Pillen können Ihnen helfen, Ihre Periode zu regulieren.

Bei Akne: Sie sollten Pillen vermeiden, die nur Gestagen enthalten, da dieses die Talgproduktion anregen kann.

Bei Brustschmerzen/-empfindlichkeit: Eine Pille mit weniger Östrogen kann Schmerzen im Busen lindern.

Bei Stimmungsschwankungen: In der Regel reduzieren niedrig dosierte Antibabypillen Stimmungsschwankungen.

Bei Krämpfen während der Menstruation: Pillen, die mehr Gestagen enthalten, können Krämpfe lösen.

Bei Gewichtszunahme: Niedrige Dosierungen von Östrogen können helfen, Wassereinlagerungen vorzubeugen. Dies wird oft mir Gewichtszunahme verwechselt.

Pille vergessen, was jetzt?

Die weitere Vorgangsweise hängt davon ab welche Pille Sie einnehmen. Bei einer Kombinationspille (beinhaltet Östrogen und Gestagen) kann die Einnahme innerhalb von 12 Stunden nach der üblichen Einnahmezeit nachgeholt werden und es besteht weiterhin ausreichender Empfängnisschutz. Wird die vergessene Pille jedoch erst nach zwölf Stunden "nach-genommen" sollten Sie in diesem Zyklus zusätzliche Verhütungsmaßnahmen wie Kondome oder Schaumovula ergreifen. Wichtig: Die Minipille (enthält nur Gestagen) erlaubt fast keine Verzögerung (maximal drei Stunden!)

 

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