Fail der Woche: Streamer MontanaBlack vergleicht Frauen mit Hunden

Deutschlands bekanntester Streamer machte bereits in der Vergangenheit mit sexistischen und rassistischen Statements auf sich aufmerksam. Mit seiner neuesten Aussage ist er unser aktueller Fail der Woche.

"Frauen sind wie Hunde"

"Frauen sind wie Hunde – und das meine ich nicht abwertend“, teilt MontanaBlack ​​​​​​während eines Livestreams mit. Ähm…ja wie denn dann, bitte?? Mit seiner sexistischen Erklärung, wie man Frauen zu behandeln hat, damit sie brav zum Herrchen zurückkommen, hat sich MontanaBlack unseren Fail der Woche redlich verdient.

Tweet löste Diskussion aus

MontanaBlack, bürgerlich Marcel Eris, ist einer der erfolgreichsten Streamer und Youtuber Deutschlands. Auf seinem Youtube-Channel folgen ihm über 2,2 Millionen Abonnent*innen, auf Twitch beobachten Tausende den 31-Jährigen mit Begeisterung dabei, wie er Call of Duty oder Fortnite zockt.

Weil Youtuber und Spieleproduzent BeHaind (David Hain) in einem Tweet auf das mehr als problematische Video von MontanaBlack aufmerksam machte, wird dieser nun im Netz heftig kritisiert.

Fragwürdiger Vergleich

In seinem Video erklärt MontanaBlack: "Frauen sind wie Hunde – und das meine ich nicht abwertend. Hört erstmal zu, bevor ihr euch darüber lustig macht. Ein Hund, den du immer, so lange du ihn hast, neben dir an der Leine hältst, ihn ran ziehst und ihn nirgendwo schnüffeln lässt, ihn nicht mit anderen Hunden spielen lässt und und und…ihn immer nur streng an der Leine hältst neben dir…er muss aufs Wort hören. Bei der ersten Gelegenheit, wenn die Leine reißt, ist der Hund weg und kommt nie wieder zu dir. Warum? Weil er sich bei dir nicht wohl fühlt."

Nach dieser Behauptung folgt die Aussage: "Wenn du aber einem Hund immer Leine gibst, 'Mach hier Pipi, schnüffel mal da am A****‘ [...] und du ihn dann belohnst und sagst 'Ein Feini!‘ - dann kommt er gerne zu dir. Und so ist es auch mit Frauen."

Frauen sind nicht Eigentum des Mannes

Oida?! In seinem Statement lässt MontanaBlack durchklingen, eine Frau wäre das Eigentum eines Mannes und müsste sich Freiraum gewähren lassen. Dass Frauen genau goar nix müssen und diese Aussage sexistischer Bullshit ist, müssen wir hoffentlich nicht weiter ausführen.

Wie gschissn der "Beziehungstipp“ des Streamers eigentlich ist, haben Twitter-User*innen ziemlich gut auf den Punkt gebracht:

Nicht erster Sexismus-Vorfall

Sieht man sich ein bisserl genauer an, was der gute Monte (wie er liebevoll von Fans genannt wird) denn in der Vergangenheit schon so von sich gegeben hat, überrascht es eigentlich wenig, dass er auch jetzt ohne Probleme sexistisches Gedankengut verbreitet. So erklärte er vor ein paar Monaten online, dass Feminismus schlicht und einfach Männerhass sei – und "Eier dazu da, sie auch zu zeigen“.

Weil es scheinbar nicht genug ist, gegen nur eine Menschengruppe zu hetzen, teilt MontanaBlack auch immer wieder rassistisch aus: Vor laufender Kamera ließ er beispielsweise das Wort "Schlitzaugen“ fallen, 2017 verstand er nicht, warum das N-Wort einfach mal gar nicht geht.

Fans verteidigen MontanaBlack

MontanaBlacks Fanbase verteidigt den Streamer und seine Aussage – Joa, auch irgendwie erwartbar, besteht diese in erster Linie aus jungen Männern, die den Gamer vor allem für seine direkte "Scheißdrauf-Art“ feiern. Ein trauriger, aber wenig überraschender Beweis dafür, dass das Sexismus-Problem in der Online Gaming-Community immer noch besteht.

Zur Serie: Der Fail der Woche "zeichnet" regelmäßig besonders sexistische, frauenfeindliche und/oder rassistische Sager oder Internet-Fundstücke aus.

 

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