Facebook-Society 2.0

"Bist du auf Facebook?": Dieser Satz fällt mittlerweile wahrscheinlich häufiger als "Schönes Wetter heute". Manchmal scheint es, als ob eine ganz neue Ära im 21. Jahrhundert angebrochen wäre. Die Ära von Posts, Apps, Likes, Profilen und - noch wichtiger - Profilfotos ...

Jeder kennt es, nicht jeder liebt es: Facebook. "Facebookianische" Worte und Ausdrücke gehen inzwischen im alltäglichen Sprachgebrauch ein und aus. „Hey, ich habe dich gestern gefacebookt!" oder „Wieso hat der meinen Post geliket?" sind Sätze, die weniger „facebookaffine" Menschen wohl eher zu verständnislosen Blicken veranlassen.

Mehr Freunde?

Bringt uns das „Wir sind alle miteinander vernetzt"-Gefühl mehr Nähe und Vertrautheit? Zwar entsteht ein gewisses Gemeinschaftsgefühl, doch bei 654 Freunden wird es zunehmend schwerer, echte Freunde von Facebook-Freundschaften abzugrenzen. Man ist sowohl mit Kollegen, als auch mit jedem Schul- und Studienkollegen, manchmal sogar mit dem Chef befreundet. Heikel wird das ganze bei verräterischen Statusmeldungen "Ich mach heut mal blau". Aber auch bei der Veröffentlichung privater Fotos scheinen die Grenzen zunehmend zu verschwimmen. Sind sie einmal auf Facebook, scheinen sie zum Gemeingut zu werden. Begriffe wie Freundschaft, Privatsphäre und Freundeskreise, scheinen in der virtuellen Welt zu verschwinden.

Sich selbst präsentieren

Facebook ist die perfekte Plattform, sich vor Gott und der Welt zu präsentieren und eigene Messages zu veröffentlichen. Oft überraschen gerade die, von denen wir es am wenigsten erwartet hätten, mit tiefgründigen Gedanken, tollen Musiktipps oder aber den eigenen Portraits. Hinter Facebook steckt das tolle Potenzial für jedermann, seine Talente und Begabungen zu zeigen. Auch austauschen lässt es sich prima.

Leider ist bei weitem nicht jede Äußerung spannend. Beispiele wie „Hatte gerade einen wunderschönen Tag mit ihrem Schatz und hüpft jetzt in die Badewanne" gibt es wie Sand am Meer. Doch ob man genervt reagiert oder das mit einem Lächeln liest, ist jedem selbst überlassen.

Eine Facebook-Zukunft?

Wie es mit Facebook weiter geht und ob wir immer mehr zu einer Gemeinschaft des "Sich-selbst-Präsentierens" werden? Ob man irgendwann fast jeden über irgendwen kennt? Ob wir alle zu einer "United Happy Nation" werden? Das sind alles Fragen, die nur eine beantworten kann: Die Zeit.

Gewinnen:

Wir verlosen 1 x das Buch "Social Network Photography", eine Sammlung von facebook-Profil-Fotos!

Teilnahmeschluss: 15. 09. 2011

Connections

Austauschplattform

Information

Freunde wiederfinden

Kontakt halten

Fotos veröffentlichen

Eigene Messages etc. veröffentlichen

Neues über Menschen rausfinden

und und und...
Privatsphäre gefährdet

Freundschaftsbegriff verschwimmt

Uninteressante Infos

Unangenehme Infos und Details (z.B. Fotos vom Exfreund)

Freunde, mit denen man lieber nicht befreundet wäre

Nervige Spamnachrichten

uvm.
 

Aktuell