Facebook-Gründer Mark Zuckerberg macht zwei Monate Babypause

Geht nicht? Doch! Marc Zuckerberg zeigt vor, dass Karriere und Kind gut vereinbar sind und macht zwei Monate Babypause.

"Es geht sich nicht einfach aus." Das sagen viele Männer, wenn es um das Thema Väterkarenz geht. Nun sagt der Chef eines der wohl bekanntesten Unternehmen der Welt: natürlich geht es.


Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will sich nach der Geburt seiner Tochter Zeit für die junge Familie nehmen. In einem Beitrag auf seinem Facebook-Profil kündigte er in der Nacht zu Samstag an, dass er einen Vaterschaftsurlaub plane. Dieser solle zwei Monate dauern. Er freue sich auf das neue Kapitel seines Lebens.

Priscilla and I are starting to get ready for our daughter's arrival. We've been picking out our favorite childhood...

Posted by Mark Zuckerberg on Freitag, 20. November 2015


Dazu stellte Zuckerberg ein Foto, das unter anderem einen Kinderwagen zeigt. Der 31-Jährige hatte Ende Juli mitgeteilt, dass er und seine Frau Priscilla eine Tochter erwarteten. Zum Termin der Geburt äußerte er sich damals nicht. Auch nun schwieg er sich dazu aus. Zuckerberg hatte das soziale Netzwerk Facebook 2004 gegründet.

Situation in Österreich


Fast 90 Prozent aller Väter in Schweden gehen derzeit in Karenz, während es in Österreich laut Familienministerium nur gut 17 Prozent sind. Am beliebtesten ist das 2010 eingeführte einkommensabhängige Modell mit einer Dauer von 14 Monaten - 35 Prozent der Karenzväter nehmen es in Anspruch. Besonders bei Vätern mit höherem Einkommen ist es beliebt, da es 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens sichert. Es ist jedoch mit höchstens 2.000 Euro pro Monat gedeckelt.


Väter mit geringerem Einkommen entscheiden sich eher für eine der beiden Langvarianten (30 plus 6 bzw. 20 plus 4 Monate) mit pauschalem Kindergeld.


Eine 2014 erschienene Studie der Forschungseinrichtung Joanneum Research zeigt, dass die Väterkarenz sogar positive Auswirkungen auf die Karriere der Männer haben kann. Karenzväter verdienen zwei Jahre nach Karenzende im Durchschnitt sogar mehr als Väter ohne Karenzunterbrechung. Das hänge aber neben der Länge der Karenz vor allem vom Umgang des arbeitgebenden Unternehmens mit Väterkarenz bzw. Abwesenheiten ab.

 

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