Extremismus-Hotline: 900 Anrufe im ersten Jahr

Familienministerin Sophie Karmasin präsentierte heute ihre Bilanz über das erste Jahr der Beratungsstelle Extremismus. Erklärtes Ziel der Einrichtung ist es, Anlaufstelle zu sein, für besorgte Angehörige und Freunde von Menschen, die in den Extremismus abgleiten.

„Wir können stolz auf das erste Jahr sein“, sagt Ministerin Karmasin anlässlich des einjährigen Jubiläums der Beratungsstelle Extremismus: „Unser Angebot wird von der Bevölkerung angenommen und die Beratungsstelle wird europaweit als gutes Beispiel angesehen“.
Am 1. Dezember 2014 haben das erste Mal die Telefone geklingelt. Über 900 Anrufe gab es im ersten Jahr und weit über 2.000 Personen wurden in Fort- und Weiterbildungsangeboten erreicht. „All das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betont Karmasin, die eine Aufstockung der Beratungsstelle im kommenden Jahr ankündigte.


Mädchen und Burschen gleichermaßen betroffen

Knapp ein Viertel der Anrufe kam direkt von Angehörigen oder Freunden der Betroffenen. Ebenso viele von kamen von Jugendarbeitern, Sozialarbeitern, Lehrern und anderen Personen, die beruflich mit Jugendlichen arbeiten, wie Verena Fabris, Leiterin der Beratungsstelle gegenüber der WIENERIN bestätigte. Mädchen und Burschen sind nach der Auswertung der Anrufe geleichermaßen betroffen.
Die Beratungsstelle arbeitet eng mit Familienberatungsstellen, Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit und anderen Institutionen in ganz Österreich zusammen. Zudem geht es auch um Prävention und Beratung. Um der hohen Nachfrage nach Informationen und Weiterbildungsangebote nachzukommen, wurden bereits 111 Fort- und Weiterbildungsseminare abgehalten mit rund 2.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgehalten.


Beratungsstelle Extremismus - 0800/202044

Lesen Sie das Interview mit Verena Fabris, Leiterin der Beratungsstelle Extremismus.

 

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