ExpertInnen haben herausgefunden, warum wir so gern für andere backen

Es steckt mehr dahinter als du denkst.

"Backen ist Liebe". Ein Spruch, der in den letzten Jahren vielleicht ein bisschen überstrapaziert wurde - aber tatsächlich stimmt. Backen ist nämlich nicht nur ein Zeichen der Liebe zu anderen, sondern auch zu sich selbst. PsychologInnen beobachten das Phänomen schon länger und sehen sich auch in aktuellen Studien bestätigt: Wer bäckt, fördert sein Wohlbefinden nachweislich - und zwar nicht nur durch den Akt der Nächstenliebe.

Backen als Anti-Stress-Therapie

Backen ist auch eine Form der Anti-Stress-Therapie. Ähnlich wie Malen, das bereits seit Jahren als Therapieform Anwendung findet, kann auch das Backen entspannend wirken. Dabei ist es völlig egal, ob man eine wirklich gute Bäckerin oder Bäcker ist - vielmehr geht es um die kreative Beschäftigung an sich, die für Stressabbau sorgt. Laut einer Studie der "Drexel University" reichen schon 45 Minuten kreativer Tätigkeit, um das Stresshormon Cortisol abzubauen.

TV-Bäcker John Whaite bezeichnete das Backen sogar einmal als Form der Meditation, die ihm durch seine manische Depression geholfen hätte. Tatsächlich bestätigen auch ExpertInnen, dass Backen Achtsamkeit ("Mindfulness") fördert. "Du bist gezwungen, dich völlig auf den Moment zu konzentrieren. Auf das Rezept, auf den Teig, auf den Geruch und den Geschmack, auf die Backzeit. Zudem tust du etwas Produktives und wirst am Ende mit einem Ergebnis belohnt", erklärt Hirnforscherin Donna Pincus von der Boston University gegenüber HuffPost. Ähnliche Ergebnisse konnte auch eine Studie kürzlich vorlegen: Kreative Tätigkeiten wie Kochen oder Backen würden das Wohlbefinden am Folgetag nachweislich heben.

 

Backen für andere bringt natürlich auch in seiner Form der Nächstenliebe psychische Vorteile mit sich. Wer anderen gerne etwas Gutes tut, belohnt sich damit auch selbst. Kuchen für alle und mehr Wohlbefinden für dich? Wir würden sagen: eine klare Win-Win-Situation!

 

 

Aktuell