Ex-Café Griensteidl ("Rien") wird als "Café Klimt" wiederöffnet

Aus dem "Nichts" ("Rien") wird also ein Klimt - inklusive Souvenir-Shop.

Zwei Monate nach der Schließung des Pop-Up-Lokals "Rien" (mehr dazu hier) im ehemaligen Café Griensteidl steht ein Nachfolger fest: Das so genannte "Café Klimt" soll folgen.

Wie derstandard.at berichtet, haben die BetreiberInnen des neuen Lokals, die Donauturm Aussichtsturm- und Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H., einen Vertrag bis Jahresende unterschrieben und wollen das neue Lokal gemeinsam mit einem Souvenirshop unter dem Motto Klimt führen.

Café Klimt im Klimtjahr 2018

Anlässlich des 100. Todestages des österreichischen Malers Gustav Klimt würdigt die Stadt Wien und ihre Kulturinstituionen im Jahr 2018 den Ausnahmekünstler - die BetreiberInnen des "Café Klimt" sehen darin eine Chance. Gegenüber der APA erklärt eine Sprecherin: "Das künstlerische Flair soll natürlich auch im Café Klimt fortbestehen. Mit der Erinnerung an eines der größten Jugendstilgenies Wiens möchten wir auch für Touristen ein attraktives Angebot schaffen, das sich perfekt in den Jahresschwerpunkt der Bundeshauptstadt einfügt".

Klimt statt Rien - eine gute Alternative?

Ob von der künstlerisch-kreativen Pop-Up-Atmosphäre des "Rien" im "Café Klimt" etwas überbleibt, ist fraglich. Die neuen BetreiberInnen planen ein "klassisches Kaffeehaus inklusive Souvenirshop", auch der neue Fokus speziell auf "Touristen" lässt daran zweifeln.

Das "Rien", das als vorübergehendes Gastro-/Galerie- und Designkonzept von der Agentur Friendship ins Leben gerufen wurde, kam seit seiner Eröffnung bei der Kundschaft gut an. Neben dem innovativen Flair, der coolen Einrichtung und wechselnden Kulturveranstaltungen hat vor allem die hervorragende Kulinarik zur Beliebtheit des Lokals beigetragen.

Ein Ende des Lokals mit Jahresende 2017 war von Anfang an von den BetreiberInnen vorgesehen - Ziel des "Rien"-Konzepts war es einen "Kontrapunkt zur touristisch geprägten Innenstadt zu setzen" und aufzuzeigen, was mit dem Standort "alles möglich ist". Ob das mit der Eröffnung des "Café Klimt" geglückt ist, bleibt fraglich.

 

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