Escort-Dame Salomé Balthus startet Crowdfunding, um Schweizer Magazin zu klagen

Ein Redakteur der Weltwoche trifft Balthus auf ein Rendezvous und schreibt darüber einen Artikel. Der Haken: Sie hatte einem Interview nie zugestimmt. Nun will sie das Magazin verklagen und bittet um finanzielle Unterstützung.

Escort Lady

Für Salomé Balthus war es ein Date wie jedes andere auch, erzählt die Berlinerin gegenüber der taz. In einer Bar in Berlin Charlottenburg traf sie sich mit dem Weltwoche-Redakteur Roman Zeller. Anfang Dezember erschien dann der Artikel. Titel: “Rendezvous mit Salomé Balthus”.

Balthus wehrt sich via Social Media

Da Balthus (die vor allem durch ihre Aktivität auf Twitter bekannt wurde, wo sie u.a. aus ihrem Arbeitsleben berichtet) niemals einem Interview oder der Veröffentlichung eines Artikels über sie zugestimmt hatte, beschloss sie, sich zu wehren. So schrieb sie kurze Zeit später auf Twitter: “Sehr geehrte Weltwoche, Ihr Autor Roman Zeller hat über mich und ein 'Rendezvous' mit mir geschrieben. Er hatte mich rein privat als Escort gebucht. Für eine Zusammenarbeit mit Ihrer Zeitung stand ich nicht zur Verfügung”, so Balthus.

Das Treffen zwischen dem Weltwoche-Redakteur und ihr sei rein privater Natur gewesen. Sie habe ein Interview stets abgelehnt, da sie “mit einer solch rechten Zeitung nicht zusammenarbeiten möchte”. Der Journalist hätte sie als Kunde gebucht. Sie hätte darüber hinaus während des Gesprächs mehrmals darauf hingewiesen, dass sie keinesfalls im Magazin porträtiert oder zitiert werden wolle. Auch hätte man etliche Zitate falsch oder verdreht wiedergegeben.

Weltwoche behauptet, Balthus hätte über Artikel Bescheid gewusst

Das ließ das Schweizer Magazin nicht auf sich sitzen und konterte, Zeller hätte sich korrekt verhalten und als Journalist zu erkennen gegeben: "Frau Balthus wusste, dass sie mit einem Journalisten in journalistischer Mission sprach", behauptet man bei der Weltwoche, wie der Tagesanzeiger berichtet. Ein anderer Redakteur des Magazins schaltete sich darüber hinaus mit folgender Meldung via Twitter ein:

Balthus Anwalt hatte dem Herausgeber der Weltwoche Roger Köppel eine Einigung vorgeschlagen, indem das Magazin seiner Mandantin 25.000 Franken zahle – dieser lehnt bislang ab, wie der Tagesanzeiger schreibt. Am 20. Februar findet die Verhandlung in Zürich statt. Kommt der Vergleich also nicht zustande, muss Balthus klagen, um zu ihrem Recht zu kommen und dafür die Prozesskosten übernehmen.

Balthus bittet online um Spenden

15.000 Franken (14039,62 Euro) - so viel Geld benötigt Salomé Balthus für die Klage gegen das Schweizer Wochenmagazin. “Wer in der Schweiz klagt, muss die Prozesskosten auslegen. Helft ihr mir? Wenn wir gewinnen, geht der Betrag an Ban Ying e.V. für Opfer von Menschenhandel”, teilt sie ihren Twitter-Followern mit. Wer die Berlinerin unterstützen möchte, findet alle Infos hier.

 

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