Erektionsstörungen

Wenn der Partner Erektionsstörungen hat, leidet nicht nur das Sexleben, sondern auch die Partnerin und die Beziehung darunter. Doch wie soll man sich als Frau verhalten? Wir haben einige Tipps für Sie.

Mal wieder hat es nicht geklappt, obwohl die Voraussetzungen denkbar günstig waren: Beide waren erregt, die Atmosphäre aufgeladen mit sexueller Energie und die Vorfreude groß. Doch kurz vor dem Eindringen geht gar nichts mehr: Statt hartem Glied hängt nur ein weicher Fleischklops zwischen seinen Beinen. Und die Frau? Zweifelt meist sofort an sich selbst.

Trotzdem versucht sie ihn sofort aufzubauen: Es wäre doch alles gar nicht so schlimm, das passiert doch jedem einmal... oder auch öfters. In Gedanken sucht die Frau dann meistens die Fehler bei sich selbst: Bin ich zu unattraktiv? Sollte ich mich mehr um meinen Körper kümmern? Bin ich zu langweilig im Bett?

Währenddessen ist der Kopf des Mannes mit Versagensgedanken und Scham gefüllt, er möchte gar nicht mehr darüber reden, meistens blockt er ab und kehrt der Partnerin den Rücken zu. Meistens ist man als Frau in solchen Situationen hilflos, doch mit folgenden Tipps, können Sie versuchen, an Ihren Partner heranzutreten und sich ihm anzunähern:

Tipps für betroffene Partnerinnen

Bei Erektionsstörungen des Mannes ist nicht etwa zwangsläufig er derjenige, der am meisten leidet. Die Partnerin ist ebenso betroffen, manchmal hat sie sogar das schlimmere Los gezogen. Vor allem dann, wenn er sich sein Problem nicht eingestehen möchte und so tut als ob nichts wäre, Sex mit der Partnerin aber vermeidet und täglich eine schlechte Laune verbreitet.

  • Versuchen Sie ein offenes Gespräch mit ihm zu führen.

Auch wenn er anfangs ausweicht und sich dem klärenden Gespräch nicht stellen will, sollten Sie dranbleiben bis dieses zustandekommt. Vermitteln Sie ihm das Gefühl, dass er Ihnen alles sagen kann, ohne sich schlecht zu fühlen. Erzählen Sie von sich, wie Sie empfinden, wie es Ihnen geht. Dabei ist es wichtig in der Ich-Form zu bleiben und dem Partner keine Vorwürfe zu machen. Anstatt zu sagen 'Du kuschelst nie mit mir', sollte der Satz 'Ich würde gerne öfters kuscheln' fallen.

  • Versuchen Sie Neues im Bett

Gehen Sie die Sache gemeinsam an und versuchen Sie mehr Pepp im Bett zu erzeugen. Versuchen Sie neue Sexpraktiken, erregen Sie sich mit Sex-Filmen oder anderen Dingen, die Sie schon immer einmal machen wollten, sich aber nicht getraut haben. Jetzt haben Sie die Chance, all Ihre Phantasien auszuleben.

  • Gehen Sie das Problem richtig an

Tatsache ist: Erektionsstörungen können Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein, etwa Diabetes, koronare Herzkrankheiten oder Arterienverkalkung. Nur wenn solche Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden, besteht die Möglichkeit, nicht nur die Lebensqualität zu verbessern sondern auch die Lebenserwartung zu steigern. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, sollten Sie Ihren Partner dazu bringen, einen Arzt aufzusuchen um das Problem einzugrenzen und zu diagnostizieren. Erektionsstörungen sind heute sehr gut behandelbar, nur in Ausnahmefällen kann der Arzt nichts machen.

 

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