Endlich wird die Geschichte der Frauen der Nasa erzählt

Trotz ihrer beachtlichen wissenschaftlichen Beiträge, wurden die Geschichten dieser Frauen bis jetzt nicht erzählt. Dieser Film wird das ändern.

Bis Jänner 2017 müssen wir uns noch gedulden, um den Film "Hidden Figures" anzusehen, aber der Trailer macht uns jetzt schon Gänsehaut.

"Hidden Figures" erzählt die Geschichte dreier Schwarzer Frauen, die in den 1960er Jahren als Mathematikerinnen und Technikerinnen bei der NASA gearbeitet haben und deren wissenschaftliche Leistungen signifikant zu den Verdiensten der NASA beigetragen haben. Ihre Geschichte wird meist übersehen. Ohne ihre Rechenleistungen, die heute von komplexen Computern übernommen werden, hätten viele Flüge in die Atmosphäre nie statt gefunden.

Der Film basiert auf dem Buch "Hidden Figures" von Margot Lee Shetterly. Letztes Jahr hat Barack Obama die 97-jährige Katherine Coleman Goble Johnson mit der amerikanischen Freiheitsmedaille ausgezeichnet, eine der größten Ehren des amerikanischen Staates. Sie hat in den 1960ern die Route für den Astronauten John Glenn ausgerechnet, der in einem pionierhaften Flug die Erde umrundet hat. Im Film wird sie von "Empire"-Schauspielerin Taraji P. Henson gespielt. Neben ihr werden Janelle Monae, Octavia Spencer und Kevin Costner wichtige Rollen übernehmen.

Octavia Spencer, die bei uns vor allem aus "The Help" bekannt ist, sagte der New York Times, dass sie sich besonders freut, weil es in dem Film um die Geschichten von Frauen geht, obwohl meistens Männer die gesamte Aufmerksamkeit für ihre Rollen in der Raumfahrt bekommen. "Es ist ein Film, der sich auf Frauen fokussiert, die wirklich einen Unterschied auf der Welt gemacht haben, nicht nur in der Gesellschaft. Das ist eine wahnsinnig bedeutende Stellungnahme."

Im Trailer macht der Film den Eindruck, dass er nicht nur die Leistungen dieser außergewöhnlichen Frauen feiert, sondern auch Sexismus und Ungerechtigkeiten thematisiert. In einer Szene zum Beispiel wird eine der Ingenieurinnen für eine Putzfrau gehalten. Das spiegelt die Realität leider sehr akkurat wieder: 48 Prozent der Schwarzen Frauen, die in technischen Berufen arbeiten, haben angegeben, schon für Putzpersonal gehalten worden zu sein. Im Buch "Hidden Figures" erwähnt die Autorin, dass - obwohl es ein wahnsinniger Fortschritt war, dass diese Frauen überhaupt bei der NASA gearbeitet haben - der Arbeitsalltag trotzdem noch von unglaublich viel Rassismus geprägt war. Büros und Pausenräume waren großteils nach Hautfarben getrennt.

Je mehr die Leistung von Frauen und vor allem von Frauen of Color hervorgehoben werden, desto geringer werden diese Probleme hoffentlich in der Zukunft. Der Film ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

 

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