Emma Stones geniale Technik, um ihre Angststörung zu überwinden

Wir alle können uns davon eine Scheibe abschneiden.

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung haben einmal in ihrem Leben generalisierte Ängste. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Das aktive Durchplanen des Alltags ist für viele Betroffene ein wirksames, wenn auch erschöpfendes Mittel gegen die Sorgen.

Auch die Schauspielerin Emma Stone war eine Zeit lang von Angststörungen betroffen. In einem Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" gibt der "La La Land"-Star preis, dass sie als kleines Mädchen unter schweren Angststörungen litt - und sie verrät auch, wie sie es geschafft hat, ihre Angst zu besiegen.


Stones kreative Waffe gegen Angstzustände


Neben ihrer Therapie hat Emma Stone nämlich eine sehr kreative Waffe gegen die Angst gefunden. "Ich habe ein Buch geschrieben, das ,Ich bin größer als meine Angst' hieß. Das Buch habe ich noch immer. Ich habe darin ein kleines grünes Monster gemalt, das auf meiner Schulter sitzt, mir ins Ohr flüstert und mir Dinge sagt, die nicht wahr sind. Jedes Mal, wenn ich auf dieses kleine grüne Monster hörte, hat es mich zerquetscht. Wenn ich aber meinen Kopf wegdrehte und einfach normal weitermachte - also es reden ließ, aber ihm keine Beachtung schenkte - ist das Monster zusammengeschrumpft und verschwunden."

Ryan Gosling und Emma Stone spielen zusammen in "La La Land"

Wie genial ist das? Stones Buch beschreibt nämlich ziemlich gut, wie sich eine Angststörung anfühlt, wenn sie einen einmal überwältigt hat und wie es sich anfühlt, wenn man sie bekämpft. Natürlich hat nicht jeder und jede die gleichen Erfahrungen damit, aber für viele trifft Emma Stone den Nagel auf den Kopf. Denn wie so oft ist es manchmal gut, sich komplexe Sachverhalten einfach und bildlich vorzustellen, um damit umgehen zu können.

"Mein Gehirn hat immer 30 Schritte vorausgedacht"


Stone erklärte im Interview außerdem, wie sich ihre Angststörung bei ihr äußerte: "Mein Gehirn hat immer 30 Schritte vorausgedacht und sich ein Worst-Case-Szenario ausgemalt. Als ich sieben Jahre alt war, war ich überzeugt davon, dass das Haus abbrennen würde. Ich konnte es fühlen. Keine Halluzination, nur ein einschnürendes Gefühl in meiner Brust und Atemnot - so als ob die Welt untergehen würde." Sie fragte ihre Mutter hunderte Male am Tag, wie der Tag weitergehen würde, wo sie sein würde, wann sie sie abholen kommt etc. "Eine Zeit lang konnte ich dann kaum noch das Haus verlassen."

Was ihr zusätzlich zu ihrem Buch und der Therapie außerdem geholfen hat: die Schauspielerei. "Du musst beim Schauspielen präsent sein - und das ist das Gegenteil einer Angststörung." Eine Verhaltenstherapie ist tatsächlich die erste Wahl und beste Methode, wie Betroffene ihre Angststörung überwinden können.

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