Eingewachsene Haare nach dem Rasieren – das hilft

Sie jucken, sie schmerzen, sie sehen unschön aus. Eingewachsene Härchen nach dem Rasieren treten im Sommer besonders häufig auf. Woran liegt das und was kannst du dagegen machen?

Eingewachsene Haare loswerden

Letztens hüpfte unsere Kollegin wie ein Känguru in der Redaktion an mir vorbei. „Ich halt das nicht aus“, verriet sie hinter vorgehaltener Hand. Mit „das“ meinte sie den Juckreiz der sich nach dem Rasieren der Bikinizone bei ihr eingestellt hatte. Denn: Sind die Körperhärchen rasiert oder epiliert worden, hat das Haar, das nachwächst, eine "schärfere Kante". Dadurch kann es leichter in falscher Richtung durch die Haut dringen und in Folge einwachsen. Manchmal liegt es auch an abgestorbenen Hautschüppchen, die die Haarwurzel verstopfen, wodurch das Haar, das sich darin befindet, seitlich unter der Haut weiterwächst, anstatt nach oben heraus. Dabei kommt es zu pickelartigen Entzündungen, die in Folge jucken und schmerzen können. Am häufigsten tauchen eingewachsene Körperhärchen bei Menschen auf, die dicke, lockige oder widerspenstige Haare haben.

So beugst Du eingewachsenen Härchen vor

Einfach wachsen lassen, wäre die logischste Lösung. Wer das nicht möchte, sollte die Haut vor der Haarentfernung mit Peelings behandeln. Das beugt einer Verstopfung der Poren vor. Ganz wichtig: Die Haare mit einer scharfen Rasierklinge immer in Wuchsrichtung entfernen. Wir wissen Rasierklingen sind unverschämt teuer, aber wer mit stumpfen Klingen kreuz und quer schabt, erhöht das Risiko für eingewachsene Härchen stark. Danach ein desinfizierendes Gesichtswasser, oder eine milde After Shave Lotion auftragen. Alternativ eignet sich auch eine parfümfreie Feuchtigkeitspflege, oder sogar eine leichte desinfizierende Wundsalbe wie z.B. Vitawund. Oft wird auch Körperpuder auf Talgbasis empfohlen, dieses ist allerdings umstritten, da es als möglicherweise krebserregend gilt. Vor allem im englischsprachigen Raum wir Puder im Intimbereich häufig angewandt. Die Datenlage ist hier widersprüchlich: Es gibt Studien, die keinen Zusammenhang sehen und es gibt Studien, die sagen, dass durch die häufige Anwendung von Talg vor allem im Genitalbereich ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Eierstockkrebs vorliegt.

Bleibt das Problem mit den eingewachsenen Härchen trotz vorherigen Peeling, richtiger Rasiertechnik mit scharfen Klingen und Pflege danach bestehen, kannst du alternativ auch über eine Waxing oder Laserbehandlung zum Enthaaren nachdenken. Dabei wird das Problem im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel gepackt.

So behandelt man ein eingewachsenes Haar

Lege erst mal eine warme Kompresse auf. Dazu einen frischen Waschlappen in heißes Wasser tauchen, ausdrücken und anschließend auf die betroffene Körperstelle legen. Diesen Vorgang innerhalb von zehn Minuten mehrmals wiederholen. Die Poren öffnen sich, und Haar und Haut werden weicher. Nun kannst du versuchen, das eingewachsene Haar mit einer desinfizierten Pinzette oder Nadel ganz vorsichtig aus der Haut zu lösen. Ist das Haarfolikel aber bereits entzündet, keinesfalls selber dran „rumdoktern“, sondern besser gleich zum Hautarzt. Unbehandelte Entzündungen können zu einem Abszess im umliegenden Gewebe führen. Und bitte keine Panik: Ab und zu kursieren im Netz Gerüchte, dass eingewachsene Haare zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen können - dies ist allerdings SEHR, SEHR unwahrscheinlich.

 

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