Werbung

Einfach komplex

Die Kuh macht die Wiese. Die Reifung frisst Laktose. Die Milch macht Kultur.

AMA

Milch. Kuh. Bauer. Eh gut. Für alles. So in etwa liest sich die Kurzversion eines AMA-Textes über Milch, Milchprodukte, Milchwirtschaft. Nichts Neues. Kennt und weiß man schon alles. Glückliche Menschen und Tiere auf sonnenbeschienenen Wiesen, bildlich, aber auch inhaltlich.

Alles hängt mit Milch zusammen

Die Wahrheit schaut ein bisserl anders aus. Das weiß man ja. Die Wahrheit schaut immer ein bisserl anders aus. Man glaubt es ja kaum, aber das Thema Milch ist, zumal in Österreich, von großer Komplexität. Da geht es nicht nur darum, ob und warum heimische Milch gut schmeckt. Es geht auch um Kultur und Tierwohl, Wirtschaft und Naturschutz und letztendlich darum, dass ein scheinbar untergeordnetes Thema wie Kuhmilch für unser Land in vielerlei Hinsicht prägend ist. Für jede Österreicherin, für jeden Österreicher persönlich, aber auch für ein Land insgesamt, das zu mehr als 70% im Berggebiet liegt.

Die Haltung von Rindern im Allgemeinen und Milchkühen im Besonderen hat eine lange Tradition in Österreich. Es lohnt sich, genauer hinzusehen um verstehen zu können, was es mit der Milch hierzulande auf sich hat.

Almen werden gemacht

Milchkühe sind der einzige Grund, warum Wiesen und Almen existieren. 1,3 Millionen Hektar Grünlandfläche, also weder Wald noch Acker, gibt es in Österreich. Geschaffen wurden sie schon vor vielen hundert Jahren. Von Kühen und für Kühe. Denn: Keine Kühe, keine Alm, keine Wiesen und in Bezug auf CO2 wäre auch nichts gewonnen, denn Gras verrottet auf der Wiese auch von Kühen ungegessen und setzt dabei das enthaltene CO2 frei.

Keine Kühe, keine Alm, keine Wiesen; es wäre ein anderes Land als das, in dem wir gegenwärtig leben. Eine andere Kultur auch. Rund 29.000 Milchviehbetriebe gibt es in Österreich noch. Überwiegend alteingesessene Bauernfamilien. Das ländliche Österreich ist, auch gesellschaftlich, maßgeblich auf Milch gebaut. Milchbauern sind Hüter alpiner Traditionen mit computergesteuerten Melkanlagen.

Sehr verträglich

Milch, Topfen, Joghurt, Butter, Käse. Man mag es, oder man mag es nicht. Daran ändert keine Werbung dieser Welt etwas. Die meisten Menschen mögen Milch und/oder Milchprodukte. Die meisten Menschen vertragen beides auch sehr gut. Selbst jene knapp zehn Prozent der Bevölkerung, die an Laktoseintoleranz leiden, können die meisten Käsesorten problemlos genießen. Kurz gesagt frisst der Käse-Reifeprozess die Laktose auf.

Unter jenen, die Milch und Milchprodukte vertragen und mögen, gibt es aber auch viele, die der Milchwirtschaft aus ethischen Gründen skeptisch gegenüberstehen. Das ist ehrenhaft – in diesem Fall aber nicht zielführend. Durchschnittlich stehen in jedem Milchviehbetrieb 20 Milchkühe. Soviel zur Massentierhaltung.

Besser macht besser

Überhaupt ist es hierzulande sehr gut ums Tierwohl bestellt. Dann gibt es eine Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien und Auflagen, bei denen es um das Wohl der Tiere geht. Von der Wasser-/Futterqualität über das Verbot der Anbindehaltung und das Gebot zur – zumindest partiellen – Weidehaltung, bis hin zu genauen Vorgaben, wie beispielsweise Böden und Beleuchtung im Stall beschaffen sein müssen, damit die Tiere sich wohlfühlen. Rund 20.000 AMA-Kontrollen jährlich und landesweit sorgen diesbezüglich für Transparenz – und sie sorgen dafür, dass mehr als 99% der hiesigen Milch Güteklasse 1 und besser ist.

Also eigentlich schon: Milch. Kuh. Bauer. Eh gut. Nur ohne glückliche Menschen, die breitmäulig in die Kamera grinsen.

Prof. Dr. Wolfgang Kneifel

DIE ZUSAMMENSETZUNG VON MILCH UND MILCHPRODUKTEN IST EINZIGARTIG

von Prof. Dr. Wolfgang Kneifel, Lebensmittelexperte an der Unifür Bodenkultur in Wien

.

.

.

Was macht Milch so interessant?

Dass die Zusammensetzung von Milch und Milchprodukten einzigartig, und dadurch sehr attraktiv ist.

Inwiefern?

Bei der Attraktivität von Lebensmitteln gilt: Erstens, sie müssen natürlich gut schmecken. Zweitens sollen sie viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Und drittens muss man sich auf die Qualität verlassen können.

Wie sicher ist die Milch in Österreich?

Sehr sicher. Es gibt in Europa eine einheitliche Gesetzgebung für Sicherheit. Diese Anforderungen erfüllen wir in höchstem Maße, vom Landwirt bis zum Supermarktregal. Und das AMA Gütesiegel sichert die Nachvollziehbarkeit der Produkt-Herkunft.

Als Konsument kann ich mich auf die Qualität verlassen?

Ja! Und das, obwohl in Österreich vor allem Frischmilch konsumiert wird. Deren Haltbarkeit ist ja sehr beschränkt.