Ein Weekend in St. Anton

Am Arlberg ist man per se per Du. „Sie“ kommt hier nur in Verbindung mit „Fanta-“ vor. Doch davon hat der Ort eine Menge.

Eigentlich könnten sich die Antoner zurücklehnen und auf ihre idyllische Lage, den Schnee und die Sonne vertrauen - auch ohne viel Zutun wäre der Ort zumindest zu Weihnachten, zu Silvester und in den Schulferien komplett dicht (und nein, damit ist nicht der Alkoholisierungsgrad der Touristen gemeint, sondern die Belegung der 10.000 Gästebetten).

Doch in Tirol ruht man sich nicht einfach aus auf dem, was gottgegeben ist. Seit einer der Ihren den alpinen Skilauf erfand, denkt man sich am Arlberg immer wieder gern neue Highlights für Flachländer aus.

Ladies First
Im Jänner lautet das Motto etwa Ladies First - weibliche Gäste bekommen dann abseits der Piste zahlreiche Vergünstigungen. Und zum Ende der Saison, ab 10. April, während der Sonnenskilauf- und Schneekristallwochen, wird das teure Pflaster richtig erschwinglich. Glaubt man Promi-Skilehrer Reinhard Pfeifer, ist das fast paradox, „denn nach Ostern beginnt in St. Anton die schönste Zeit: Man hat die Pisten fast für sich". Und das, obwohl ab mittags der Firn herrlichst unter den Carvern knirscht (er empfiehlt die Abfahrt von Valluga und Albona oder die Westhänge, die mit der neuen Rendlbahn erreichbar sind).

Sonniges Après-Ski
Der April hat aber auch in Sachen Après-Ski Vorteile: Die Sonne scheint dann nämlich bis in die Abendstunden auf die Bänke vor dem urigen Heustadl (Talabfahrt Nr. 1, kurz nach der Sennhütte) oder beim Moserwirt. Zum Ende der Saison stehen außerdem auch die Chancen besser, zu Mittag einen Platz auf der Terrasse der Galzig Verwallstube, dem höchstgelegenen 2-Hauben-Restaurant der Welt (siehe rechts), zu ergattern - möglicherweise Tisch an Tisch mit dem europäischen Hochadel oder zumindest mit Volksmusik-könig Hansi Hinterseer, Ski-Kaiser Karl Schranz oder Formel-1-Fürst Gerhard Berger.

„Und wenn daraus nichts wird, schaut man einfach beim Hotel Arlberghöhe in St. Christoph vorbei", so Reinhard Pfeifer. Das liegt direkt an der Piste und der WIENERIN-Guide schwört: „Die kochen wie früher: Blutwurstgröstl, Kaiserschmarrn und Backhendl ..." Abends speist man übrigens in der Dorfstub'n (Dorfstraße 60) oder geht auf ein Steak ins Hazienda (Dorfstraße 56). Das schafft die perfekte Grundlage für eine Nacht auf der „Piste". „Am besten startet man mit einem Drink im Bobo's und zieht dann weiter in den Postkeller."

 

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