Ein schnarchender Partner ist nicht nur nervig, sondern auch schädlich für deine Gesundheit

Das Schnarchen deines Schatzis geht dir schon seit langem gehörig auf den Geist? Bad News: Wie Studien zeigen, schadet ein*e schnarchende*r Partner*in tatsächlich der Gesundheit des*r anderen.

Frau kann nicht schlafen

Du liebst deine*n Freund*in ja eigentlich über alles, aber wenn sein*ihr Geschnarche dir Nacht für Nacht den Schlaf raubt, verstehst auch du irgendwann keinen Spaß mehr? Verständlich. Vor allem, da Schnarchen tatsächlich negative Folgen für die Gesundheit haben kann – und zwar nicht nur für die deines*r Freundes*Freundin, sondern auch für deine.

Warum schnarchen wir?

Aber fangen wir von vorne an: Was ist denn eigentlich die Wurzel des Übels? Wieso schnarchen wir überhaupt?

Nun, das ist so: Wenn wir schlafen, lockern sich Muskeln und Gewebe in Hals und Nase. Während wir atmen, strömt Luft durch das entspannte Gewebe und bringt dieses zum Vibrieren, was wiederum die Schnarch-Geräusche hervorruft.

Wann kommt Schnarchen besonders häufig vor?

Schnarchen an sich ist keine Krankheit (allerdings Vorstufe zur Schlafapnoe, einer mitunter lebensbedrohlichen Erkrankung), sondern Symptom verschiedener Faktoren, zum Beispiel Übergewicht, eingeschränkter Nasenatmung (z.B. bei Schnupfen), Kieferfehlstellungen oder einer Vergrößerung von Mandeln oder Gaumenzäpfchen. Auch Rauchen kann Schnarchen befördern.

Folgen für den*die Partner*in

Kann der*die Partner*in nachts aufgrund der Schnarchgeräusche nicht schlafen, kann das die Gesundheit beeinträchtigen – so wird Schlafentzug mit folgenden Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht:

  • Gewichtszunahme: Studien der Loughborough University haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig weniger als sechs Stunden Schlafen, tendenziell einen höheren Body Mass Index aufweisen, als Personen, die mindestens acht Stunden Schlaf bekommen.
  • Diabetes: Durch konstanten Schlafmangel schüttet der Körper weniger Insulin aus und produziert mehr Stresshormone wie Cortisol, die es dem vorhandenen Insulin erschweren, seinen Job zu machen und für einen aktiven Stoffwechsel zu sorgen.
  • Hoher Blutdruck: In einer Studie mit über 500 Erwachsenen mittleren Alters zeigte sich, dass Unterbrechungen des Schlafs bzw. Schlafmangel hohen Blutdruck zur Folge haben können.
  • Psychische Probleme: Eine der Hauptaufgaben unseres Schlafes ist es, unser Gehirn am Ende des Tages zu regenerieren, was uns hilft, unsere Emotionen am nächsten Tag besser zu verwalten. Bekommen wir nicht genug Schlaf, kann das zu negativem Denken und emotionaler Vulnerabilität führen. Auch die Fähigkeit, logisch und rational zu denken, wird vom Schlaf beeinflusst – Menschen unter Schlafentzug handeln demnach oft irrational, wie eine Harvard-Studie zeigt.
 

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