Ein paar Gründe, warum Brunchen so ziemlich das Schlimmste ist

Die Brunch-Epidemie schlägt bereits seit Jahren um sich. Aber warum eigentlich?

Sonntag 11 Uhr. Eine Zeit, in der man normalerweise noch im Bett liegen sollte, um der Frage nachzugehen, wie lange man liegenbleiben kann, ohne dass man verhungert oder verdurstet. Die beste Zeit der Woche also. Doch es gibt leider auch diese eine Sache, dieses unnötige soziale Ereignis, das ein wunderbares Wochenende komplett ruinieren kann: Brunchen gehen.

Warum auch immer schlägt jedoch seit Jahren die sogenannte "Brunch-Epidemie" um sich. Eine Zeit lang war es fast so, als würden die Leute am Wochenende gar nichts Anderes mehr machen. Schlimm ist das für allem für die Sorte Mensch, die nichts mehr hasst als ein Wochenende mit dieser seltsamen Zwischenmahlzeit zuzukleistern.

Hier sind einige Gründe, warum Brunchen die schlimmste und nervigste Sache der Welt ist:

1: Man muss das Bett verlassen

Zur Frage, warum man Brunchen gehen hassen kann, fallen begeisterten Brunch-Verweigerern jede Menge Antworten ein. Doch die Wichtigste ist sicherlich: das Aufstehen. Wer will am Wochenende schon früh raus, um in einem überfüllten Lokal Dinge zu essen, die weder Frühstück noch Mittagessen sind? Wir jedenfalls nicht.

2: Gewöhnliche Menschen

Wer scharf nachdenkt, wird schnell feststellen: Oft sind es Langzeitpärchen mit einem Hang zur Langweiligkeit, die besonders gerne brunchen gehen. Zwischen Gesprächen über den letzten faden Wanderurlaub und die bereits in Gang gesetzte Kinderplanung möchte man sich dann doch am liebsten einfach nur: erschießen.

3: Reden müssen

Lächelnde, glückliche Gesichter und jede Menge guter Konversationen? Nicht beim Brunchen. Wer am Wochenende aufgrund von Alkoholeskapaden oder einfach nur, weil er am Ende der Woche keine Energie mehr hat, mit Menschen zu reden, zum Brunchen gehen muss, wird es hassen. Denn dort erwarten einen jede Menge sinnloser Small-Talk und die Frage: Wie komme ich hier schnellstmöglich weg?

4: Das Essen

20 Euro für ein Bio-Brunch-Buffet im neuen In-Lokal, wo man Wochen vorher reserviert hat? Ja, es gibt Menschen, die das wirklich zahlen. Und gerne (!) hingehen. Die Frage ist nur: Warum? Vor dem Buffet gibt es Gedränge, die guten Sachen sind eh gleich weg, und das zusammengematschte Essen am Teller schmeckt am Ende nach nix. Dafür dass man nach einer Stunde wieder hungrig ist, hat sich das wirklich ausgezahlt. Nicht.

5: Es ist laut

Das Schönste am Wochenende ist definitiv die Ruhe. Endlich einmal abschalten und sich gehen lassen. Außer natürlich man ist zum Brunchen eingeladen: Gedränge, Gewusel, laute Kaffeemaschinen, gehetzte KellnerInnen und Tischreservierungen, die pünktlich enden müssen, sind eine Garantie dafür, dass man danach ein zweites Wochenende braucht. Ohne Menschen.

6: Man kann sich nicht einmal betrinken

Selbst die enthusiastischste Trinkerin im Freundeskreis wird zugeben müssen: sich zu Mittag zu betrinken, ist nicht so eine gute Idee. Und im Bio-Raw-Hipsterlokal ohnehin nicht erwünscht. Und das Schlimmste daran: Der inkludierte Prosecco, der alles irgendwie erträglich machen könnte, ist immer grauslich. Gut, dass man ein Vermögen dafür gezahlt hat.

7: Last-Minute-Absagen sind verpönt

Wie bereits erwähnt, muss man ein Brunch meist Wochen im Voraus buchen, damit man einen Platz kriegt. Brunch-Hasser stellt das vor ein großes Problem: Absagen in letzter Sekunde sind absolut unerwünscht, denn jeder Sitzplatz ist (aus irgendeinem Grund) wertvoll. Da muss man schon eine echt gute Ausrede parat haben. Spontanität? Im Brunch-Universum total fehl am Platz. Also am besten hinsetzen, durch die Menschenmassen quetschen, essen, ein bisschen reden, wieder durch Menschenmassen quetschen, und so früh wie möglich wieder gehen. Und am Allerwichtigsten: Das nächste Mal erst gar nicht zusagen.

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