Ein Kind ist laut Forschung die schlimmste Entscheidung deines Lebens

Die Forschung zeigt, dass Kinder eine ziemlich große Herausforderung sind, und das Leben von Eltern verschlechtern.

Schlechte Nachrichten für alle Eltern (aber wenn wir uns ehrlich sind auch nicht wirklich überraschende): die Forschung hat herausgefunden, dass ein Kind nicht unbedingt vorteilhaft für unser Leben ist.

Denn vom großen Elternglück ist meist wegen Stress, wenig Schlaf und den daraus resultierenden Beziehungsproblemen wenig zu spüren. Denn Studien zeigen, dass ein Kind schwere Folgen für viele Dinge in unserem Leben hat - von Schlafgewohnheiten, Geldproblemen bis hin zum Sexleben.

Greg und Mitch, die eine YouTube-Wissenschaftssendung betreiben, haben die Auswirkungen eines Kindes auf das Leben in einem Video zusammengefasst - und es sieht nicht gut aus für werdende Eltern:

Eine Tatsache, die die beiden zitieren: Ehen und Beziehungen leiden signifikant nach der Geburt eines Kindes. Das Magazin Bustleberichtet, dass 70 Prozent der Paare einen Beziehungs-Abschwung in den ersten drei Jahren mit Kind erleben. Das kann viele Gründe haben: weniger Intimität, weniger Geld, Meinungsverschiedenheiten über die Erziehung des Kindes, und insgesamt einfach weniger Zeit füreinander.

Die Psychologin Ellen Walker schreibt in Psychology Today: "Die Zufriedenheit in der Ehe sinkt nach der Geburt des ersten Kindes tatsächlich. Wenn ein Paar die Idee hat, dass ein Kind sie näher zueinander bringt, dann sollten sie das noch einmal überdenken."

Weniger Geld, Schlaf und Sex wegen Kindern

Doch nicht nur Intimität, auch Schlaf ist etwas, dem Eltern abschwören müssen - und das wissen sie selbst wohl am besten. In den ersten zwei Jahren mit Baby verlieren Eltern sechs Monate an Schlaf, berichtetMedical News Today. Zehn Prozent bekommen sogar nur durchschnittlich 2,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Über 60 Prozent der Eltern mit Babys unter 24 Monaten bekommen nicht mehr als 3 1/4-Stunden Schlaf pro Nacht.

Nicht schlimm genug? Auch die finanzielle Situation ändert sich drastisch. Laut einer WIFO-Studie aus dem Jahr 2003 (das heißt, heute dürfte der Betrag deutlich höher liegen) müssen Haushalte mit zwei Erwachsenen und einem Kind ein um 16½% höheres Einkommen realisieren als ein Vergleichshaushalt ohne Kinder, um das gleiche Wohlstandsniveau zu erreichen. Bei Alleinerziehenden ist die Situation noch drastischer. Für die finanzielle Absicherung, gerade von Alleinerziehenden, müsste natürlich dennoch der Staat stärker Sorge tragen.

Trotzdem sagt die Wissenschaft eindeutig: ein Kind ist eine große Herausforderung, der man sich bewusst sein sollte - was natürlich niemanden davon abhalten soll, Kinder zu bekommen. Lediglich ein bisschen weniger romantisieren könnte man es, so der Tenor.

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