Ein guter Grund, um künftig auf Cola zu verzichten

Der Stoff, der die Farbe bei Colagetränken ausmacht, steht unter Verdacht, Krebs auszulösen. Während in Kalifornien bereits Warnhinweise auf der Verpackung stehen müssen, wenn dieser enthalten ist, hielt die europäische Behörde EFSA die Substanz bisher für unbedenklich, wie die Zeitschrift Konsument berichtet.

Löst der in Colagetränken enthaltene Farbstoff Zuckerkulör Krebs aus? Das zumindest wird mittlerweile vermutet. Denn wenn dieser durch das Erhitzen von Zucker mit verschiedenen Chemikalien auf 120 bis 150 Grad hergestellt wird, bleibt die chemischen Verbindung 4-MEI (lang 4-Methylimidazol) übrig, welche Krebs auslösen soll.

Doch 4-Mei ist nicht nur in Cola, sondern auch in Balsamico-Essig, Whiskey oder Kräuterbonbons enthalten wie die Zeitschrift Konsument in der Maiausgabe 2015 berichtet. Auch neun von 13 getesteten Limonaden wiesen diese chemische Verbindung auf.

Strenger Höchstwert in Kalifornien

In Kalifornien wurde vor einigen Jahren bereits eine Tageshöchstdosis von 29 Mikrogramm 4-MEI eingeführt, in Europa gibt es keine Mengenbeschränkung.

Beim einem Konsument-Praxistest kam heraus, dass neun von 13 geprüften -Produkte einen Warnhinweis haben müssen, wenn bei uns der kalifornische Grenzwert gelten würde. Die größten Mengen 4-MEI fanden die Tester in den Limonaden von S-Budget (71 Mikrogramm pro 250 ml), dem koffeinfreien Cola-Kindergetränk Dreh und Trink (66 Mikrogramm pro 250 ml) sowie Black Jack (64 Mikrogramm pro 250 ml). Nur die Produkte von Pepsi, Spitz, Freeway und Spar dürften ohne Warnhinweis verkauft werden.

Was tun?

„Wer sichergehen möchte, dem raten wir, auf Lebensmittel mit den Farbstoffen E 150c und E
150d möglichst zu verzichten“, resümiert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Birgit Beck.

 

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