Ein Drittel der Millennials bezeichnet sich als bisexuell

Eine Studie hat amerikanische und britische Jugendliche zu ihrer Sexualität befragt. Das überraschende Ergebnis: Je jünger die Teilnehmer, desto offener und flexibler waren sie hinsichtlicher ihrer sexuellen Orientierung.

Sie werden als "Millennials" oder "Generation-Y" (englisch ausgesprochen wie "Why" für "warum", Anm.) bezeichnet: Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren. Sie sind mit dem Internet groß geworden, erleben als erste Generation die Herausforderungen neuer Rollenbilder und stellen persönliche Zufriedenheit und Familie oftmals vor stures Karrieredenken.

Stars wie Miley Cyrus, Kristen Stewart oder Cara Delevingne stehen für diese Generation und spiegeln auch genau das wider, was eine Untersuchung vor kurzem verdeutlicht hat: Sie weigern sich, ihrer sexuellen Orientierung ein Etikett zu verpassen und sehen keinen Grund, ihre Beziehungen, egal ob zu Mann oder Frau, zu rechtfertigen.
Denn genau jene Generation-Y der 18-bis 24-jährigen ist es, die aus einer Studie der Forschungswebsite YouGov als sexuell besonders offen hervorgeht: 1000 amerikanische und 1600 britische Jugendliche wurden aufgefordert, sich auf der Kinsey Skala gemäß ihrer Orientierung zu positionieren. 0 steht dabei für komplett heterosexuell, 6 für komplett homosexuell.


18- bis 24-Jährige: Knapp die Hälfte bisexuell

Von den britischen Teilnehmern zwischen 18 und 24 Jahren gaben 52 Prozent an, absolut heterosexuel zu sein, ganze 43 Prozent bezeichneten sich als mehr oder weniger bisexuell. In der Generation der 40 bis 59-Jährigen lag das Verhältnis bereits bei 81 Prozent Heterosexuellen zu 16 Prozent, die sich als bisexuell positionierten.

Auch das tatsächliche Sexualleben wurde hinterfragt. Von den hauptsächlich heterosexuellen Menschen gaben 23 Prozent an, auch bisexuelle Erfahrungen gemacht zu haben, unter jenen, die sich als bisexuell eingeordnet hatten, waren es bereits 52 Prozent.

Ist Bisexualität modern?

Oder sind junge Menschen einfach tatsächlich entspannter oder weniger gewillt, sich kategorisieren zu lassen - auch und vor allem, was ihre Sexualität betrifft?

Kristen Stewart

Kristen Stewart erklärte dazu in einem Interview mit dem Magazin Cosmopolitan: "Ich denke, in drei oder vier Jahren werden viele Menschen der Meinung sein, dass es nicht nötig ist, sich als schwul oder hetero zu definieren."
Sie scheint Recht zu behalten.

Aktuell