Ein Covermodel mit Kopftuch? Natürlich!

Der Covermodel-Contest war und ist ein Protest-Schönheitswettbewerb, weil die WIENERIN von einer Sache überzeugt ist: Schönheit ist Vielfalt, sie liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern ist auch davon bestimmt, in welchem kulturellen Umfeld, in welcher Zeit, in welchem gesellschaftlichem Kontext das Schöne an sich gesehen und bewertet wird.

Der Covermodel-Contest war und ist ein Protest-Schönheitswettbewerb, weil die WIENERIN von einer Sache überzeugt ist: Schönheit ist Vielfalt, sie liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern ist auch davon bestimmt, in welchem kulturellen Umfeld, in welcher Zeit, in welchem gesellschaftlichem Kontext das Schöne an sich gesehen und bewertet wird.

Wenn man heute - im Sommer 2018 - durch Wien geht, sieht man auch Frauen mit Kopftüchern. Das ist eine Realität. Aber trotzdem wäre jetzt ein Kopftuch alleine eindeutig zu wenig, um auf das Cover der WIENERIN zu kommen. Was wir gesucht haben – und auch in diesem Jahr haben sich wieder hunderte Frauen aus ganz Österreich dafür beworben - war eine Persönlichkeit, die anderen Frauen Mut macht. Mona hat die Jury in diesem Jahr genau davon überzeugt. Mit ihrem Charme, ihrer Natürlichkeit, ihrem ansteckenden Optimismus und ihrer inneren Stärke, in einem Land, in dem das Kopftuch keine Tradition hat, es trotzdem zu tragen und sich damit ein Stückchen alte Heimat aus Ägypten bewahren zu können.

Und, natürlich ist auch das eine Realität, Gefahr zu laufen, von Menschen instrumentalisiert zu werden. Denn das Kopftuch ist gleichzeitig eine politische Debatte. Eine aber, die fast durchgängig ohne die Stimmen der Betroffenen geführt wird. Das ist demokratiepolitisch keine feine Sache, aber Frauen mit Kopftüchern muten sich der Debatte auch oft nicht zu. Mona aber hat sich zugemutet. Und was sie sagt, kommt aus meiner Sicht ohne politisches Kalkül aus.

Das sagt Mona: Ich will anderen Frauen zeigen, dass sie nichts an sich ändern müssen, um etwas erreichen zu können. Alles ist machbar, man muss sich nur trauen, und viel wichtiger: sich selbst etwas zutrauen. Egal wie man aussieht, was man trägt, woher man kommt – die Persönlichkeit ist das, was zählt. Kein Kopftuch, keine Hautfarbe und kein sonstiges Merkmal sollten eine Frau daran hindern, erfolgreich zu sein. Es kommt nicht darauf an, was du am Kopf, sondern was du im Kopf hast!

 

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