Ein Comic gegen Rollenklischees

Der japanische Künstler Rasenth möchte mit einem Comic darauf aufmerksam machen, dass Sexismus Frauen und Männer gleichermaßen betrifft. Mit der Darstellung von zwischenmenschlichen Szenen, die wir alle kennen, soll gezeigt werden: Nur gemeinsam können wir Geschlechter-Klischees überwinden.

Der 25-jährige Japaner Rasenth ist erfolgreicher Comic-Zeichner und hat es mit seinem jüngsten Werk zu weltweiter Aufmerksamkeit gebracht: Er hat Szenen, wie sie täglich zwischen Mann und Frau passieren, gezeichnet und so verdeutlicht, wie sehr wir von vorschneller Verurteilung und gängigen Rollenklischees beeinflusst sind.

College-Massaker als Anlass

Die Idee zum Comic kam Rasenth im Sommer 2014, nachdem der kalifornische Student Elliot Rodger sechs Menschen getötet und dreizehn weitere verletzte hatte, weil er sich seit seiner frühesten Jugend von Frauen zurückgewiesen fühlte. Rodger gab diesen Frauen die Schuld an seinen Depressionen. Welch großen Anteil Sexismus – egal, ob Frauen oder Männer betreffend – an solchen Schicksalen hat, sei Rasenths Meinung nach dabei nicht diskutiert worden.
„Die Kommentare, die Rodgers in Bezug auf Frauen gemacht hat, sind weit verbreitete Klischees, die tagtäglich von Menschen gedacht und gesagt werden. Und in diese Fall zu Mord geführt haben. Ich wollte die Menschen darauf aufmerksam machen, wie sehr diese unterbewusste Doppelmoral uns selbst und andere verletzt“, erklärte Rasenth der Online-Plattform Huffington Post.

Sexismus betrifft Frauen UND Männer

Seine Erkenntnis: Jeder Einzelne kann und muss seinen Beitrag leisten, um Vorurteile zu überwinden. Und sie zu veranschaulichen, kann in jedem Fall dabei helfen.

Rasenth Comic Sexismus
Rasenth Comic Sexismus
Rasenth Comic Sexismus
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