Ein Baby stirbt am ersten Tag in der Krippe - die Mutter ist wütend

Es ist eine schreckliche Geschichte, die eine junge Mutter aus den USA in der "New York Times" beschreibt: ihr Sohn ist nur drei Monate alt geworden. Er starb am ersten Tag in der Kinderkrippe.

"Wie an jedem anderen der 117 Tage seines Lebens war das Erste, das Karl an diesem Montag Morgen im Juli machte, mir ein strahlendes Lächeln zu schenken. Dieser Morgen, der wie jeder andere anfing, war jedoch ein wenig anders: Es war Mamis erster Tag im Büro."

Mit diesen Worten fängt der berührende Text von Amber Scorah in der "New York Times" an. Die Geschichte handelt vom Tod ihres erst drei Monate alten Sohnes, der am ersten Tag in der Kinderkrippe tragisch verstarb.

Die junge Mutter musste wieder arbeiten gehen


Nach drei Monaten Elternzeit musste Amber wieder ihren Job aufnehmen - obwohl sie lieber bei ihrem Sohn geblieben wäre, wie sie schreibt. In den USA gibt es jedoch keinen geregelten Mutterschutz. Deshalb bat Amber ihre Firma, noch ein paar Monate mit ihrem Baby verbringen zu können – sie würde sogar auf das Geld verzichten. Aber das Unternehmen teilte ihr mit, dass das nicht möglich sei. Die einzige Möglichkeit, um beim kleinen Karl zu bleiben, wäre eine Kündigung gewesen. Doch das konnte die Mutter nicht machen, da sie die Krankenversicherung für sich und ihren Sohn verlieren würde. Eine private Versicherung hätten sich ihr Mann und sie nicht leisten können.

Hi guys #KarlIves

Ein von Amber Scorah (@amberscorah) gepostetes Foto am


Schließlich entschied sie sich dazu, ihr Baby nach drei Monaten in eine Kinderkrippe zu geben. Sie fand eine direkt neben ihrer Arbeitsstätte - und sie wurde ihr auch von Freunden empfohlen.


Sie beschreibt, wie sie ihren Sohn für seinen ersten Tag in der Krippe vorbereitete und ihn der Pädagogin schweren Herzens übergab. Es war der erste Tag, den sie ohne ihn verbrachte.

Sie konnte es kaum erwarten, ihren Sohn wiederzusehen


Bereits in der Mittagspause wurde sie ungeduldig und lief hinüber in die Krippe, um nach Karl zu sehen. "Ich ging um die Ecke, erwartete, dass ich bald seine süßen Backen sehe, seine leuchtenden Augen, wenn er mich sieht", erzählt Amber.


Die Tür der Tagesstätte war offen, was die junge Mutter verwunderte. Als sie hineinging, fand sie ein schreckliches Bild vor sich: ihr Sohn Karl lag bewusstlos am Boden, die Erzieherin versuchte ihn zu beatmen. Doch es war zu spät - das drei Monate alte Baby war verstorben. Die trauernde Mutter schreibt: "Unser süßer Sohn starb zweieinhalb Stunden, nachdem ich ihn zum ersten Mal verlassen hatte." Die Todesursache ist noch immer unklar.

Nun klagt sie die amerikanische Regierung an


Doch statt auf die Erzieherin oder ihren Arbeitgeber sauer zu sein, entschied sich Amber dazu, die amerikanische Regierung anzuprangern. Sie fordert besseren und mehr Mutterschutz für junge Eltern. Wenn Karl zu Hause bei ihr gewesen wäre, wäre er vielleicht nicht gestorben, spekuliert sie.


„Eine Mutter sollte es nie so ergehen, dass sie keine andere Wahl hat, als ihr drei Monate altes Kind mit einem Fremden alleine zu lassen, wenn sich diese Entscheidung für sie nicht richtig anfühlt. Das gilt auch, wenn es sechs Wochen alt ist. Oder drei Wochen alt. Ich wäre gerne mit Karl länger zu Hause geblieben, aber es schien keinen Weg dafür zu geben."


Mit ihrem Partner gründete sie die Webseite forkarl.com, auf der Eltern eine feste Elternzeit fordern. "Es gibt genug gute Beispiele dafür, wie man ein geregeltes System für Elternzeit ins Leben ruft, das funktioniert. Unsere Kinder können sich keine Lobbyisten leisten. Es ist an uns Eltern, mehr zu verlangen."

 

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