E-Nummern

Wer auf die Inhaltsstoffe von Lebensmittel schaut, für den kann der tägliche Einkauf zum Spießrutenlauf werden: Was heißen den die Zusatzstoffe? Und welche E-Nummer steht wofür? Was davon ist schädlich und was bedenkenlos? Wir führen Sie durchs E-Nummern-Chaos!

Geben Sie´s zu: Schauen Sie beim Lebensmittel-Einkauf auf das Kleingedruckte? Prüfen Sie die Liste dessen, was in Ihren heißgeliebten Chips oder der Tiefkühlpizza alles enthalten ist? Oder wissen Sie, woraus Ihr Lieblingsjoghurt besteht? Wer schon einmal einen Blick auf die Verpackung von Nahrungsmitteln geworfen hat, ist oft heillos überfordert: So viele E-Nummern - wer soll hier noch den Durchblick haben? Und was bedeuten diese vielen Zusatzstoffe eigentlich?

So eine (E-)Nummer

Milch besteht nur aus Milch? Denken Sie so etwas nicht. Mittlerweile enthalten die meisten Nahrungsmittel Zusatzstoffe, Verbindungen also, entweder das Aussehen, Geschmack, Beschaffenheit und/ oder die Haltbarkeit eines Lebensmittels verändern. Bis zu sieben Kilo Zusatzstoffe nimmt jeder Europäer durchschnittlich im Jahr zu sich.

Nicht alle der Zusatzstoffe sind synthetischer Natur, vieles sind auch natürliche Stoffe wie Pflanzenfarben, die als Wirkstoff zugesetzt werden.


In Österreich bzw. in Europa dürfen laut EU-Richtlinie 89/107/EEC Zusatzstoffe nur dann verwendet werden, wenn wissenschaftlich erwiesen ist, dass sie

  • in der Dosierung kein Gesundheitsrisiko darstellen
  • technologisch nötig sind und
  • den Verbraucher nicht täuschen.

Klingt gut, doch die Gefahr steckt wie üblich im Detail: Denn einmal zugelassen, ist es schwierig, einen Zusatzstoff wieder in der Verwendung einzuschränken oder zu verbieten. Auch wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse existieren, dauert es oft Jahre, bis der Gesetzesgeber auf solche reagiert.

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Nummer

Ausgeliefert?

Wissen ist bekanntlich Macht, auch bei E-Nummern. Wir können nämlich sehr wohl prüfen, was im Produkt enthalten ist. Zusatzstoffe müssen nämlich auf der Verpackung ausgewiesen werden - entweder

  • in Form einer Bezeichnung/eines Namens (z. B. Guarkernmehl) oder
  • als E-Nummer (z. B. E 412).

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Je stärker etwas verarbeitet ist, desto mehr Zusatzstoffe enthält das Produkt. Nur wer häufig zu Light- oder Fertigprodukten greift, sollte deshalb immer die Zutatenliste checken. Besser ist es, sich ausgewogen und vor allem von frischen Lebensmitteln zu ernähren. Wer saisonale und wenig verarbeitete Biolebensmittel aus der Region einkauft, der vermeidet unerwünschte Zusatzstoffe in der Regel.

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Der Weg durch den E-Dschungel

Sich alle Nummern und Namen zu merken, das ist unmöglich. Gut, dass es ein paar Faustregeln gibt: Auf dem Etikett erscheinen die Zutaten nach ihrem Anteil der Reihe nach. Heißt, je weiter vorne ein Stoff gelistet ist, desto mehr ist von ihm im Produkt enthalten.

Auch die Kategorien der Zusatzstoffe ist an ihren E-Nummern erkennbar: So sind Farbstoffe mit E 100 - 180 gekennzeichnet, Konservierungsstoffe mit E 200 - 298, Antioxidations- und Säuerungsmittel mit E 300 – 385, Verdickungsmittel- und Feuchthaltemittel mit E 400 – 586 und Geschmacksverstärker mit E 620 – 650 sowie Süßungsmittel mit E 900 – 1520.


In der marktcheck.at-Produktdatenbank im Bereich Inhaltsstoffsuche sind die einzelnen Lebensmittelzusatzstoffe erklärt und bewertet. Dort kann auch nach der E-Nummer oder der Bezeichnung/dem Namen gesucht werden. Eine Einstufung nach Grün/ Orange/ Rot zeigt außerdem, ob die Zusatzstoffe als bedenkenlos bewertet werden oder doch zu vermeiden sind.

Was tun, wenn das Lieblingsprodukt tatsächlich gesundheitlich bedenkliche Stoffe enthält? Am besten kontaktieren Sie gleich den Hersteller und fordern ihn - vielleicht auch öffentlich - auf, diese Substanz nicht länger einzusetzen. Ihrer Gesundheit zuliebe!

 

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