Du entschuldigst dich ständig? Daran könnte es liegen

"Du brauchst dich doch nicht entschuldigen" – "Oh, sorry!" ... Die Antwort könnte von dir stammen? Was es mit dem ständigen Entschuldigen auf sich hat.

Gründe, warum sich manche ständig entschuldigen

Hat dir vielleicht schon mal jemand gesagt, dass du dich zu oft entschuldigst? Oder ist es dir selbst aufgefallen? Ein "Entschuldige bitte" hier, ein "Sorry" da und dazwischen noch das ein oder andere "Oh, das tut mir leid" – manche von uns kommen aus dem Entschuldigen gefühlt gar nicht mehr heraus, auch wenn es eigentlich gar nix zu entschuldigen gibt (während anderen so gut wie nie ein Wort der Entschuldigung über die Lippen kommt, aber das ist ein anderes Thema). Woran liegt’s?

5 mögliche Gründe, warum du dich so oft entschuldigst:

1. Du fühlst dich unsicher oder unwohl

Manchmal entschuldigen wir uns, weil wir uns unwohl oder unsicher fühlen und nicht wissen, was wir tun oder sagen sollen. Also entschuldigen wir uns, um uns selbst oder andere zu beruhigen. Gerade, wer eher introvertiert ist oder von Leuten umgeben ist, die er nicht gut kennt oder beindrucken möchte, neigt schnell dazu, sich zu entschuldigen, auch wenn eine Entschuldigung nicht unbedingt nötig gewesen wäre, nur um nicht anzuecken und einen positiven Eindruck zu erwecken.

2. Du denkst, du bist eine Belastung für andere

Neigst du zu depressiven Gedanken und fühlst dich oft "im Weg" oder als würdest du anderen zur Last fallen? Allgemein denkst du schlecht von dir selbst oder hast Angst, etwas falsch zu machen oder Probleme zu verursachen?

Gerade durch die Corona-Pandemie hat sich die mentale Gesundheit vieler Menschen verschlechtert. Vielleicht sind Gedanken dieser Art erst vor einiger Zeit bei dir aufgetreten, vielleicht hast du dich auch unabhängig von Corona unsicher und verloren gefühlt.

Wenn du merkst, dass die Gedanken nicht mehr von selbst weggehen oder im Gegenteil immer schlimmer werden und du dich in einer negativen Gedankenspirale wiederfindest, versuche, mit jemandem, dem du vertraust, darüber zu sprechen oder professionelle Hilfe zu holen (wenn du noch keine Erfahrungen mit Therapie hast, kannst du dich auch erst mal ganz einfach und anonym an Telefon-/Online-Dienstleister wenden, z.B. bei Rat auf Draht oder Instahelp).

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3. Du willst es allen recht machen

Vielleicht entschuldigst du dich so oft, weil es dir besonders wichtig ist, als nett und höflich zu gelten. Du machst dir übermäßig viele Gedanken darüber, was andere Leute denken und willst andere keinesfalls verärgern oder enttäuschen. Denke immer dran: Du wirst es nie allen Leuten recht machen können. Sich selbst auf Dauer hintanzustellen und nur auf die Wünsche und Bedürfnisse anderer zu achten, wird dir langfristig nicht guttun.

4. Du willst Konflikte vermeiden

Übermäßiges Entschuldigen kann auch daherkommen, dass du Konflikte um jeden Preis vermeiden möchtest. Nicht selten liegen die Gründe dafür in der Kindheit. Vielleicht wurdest du von deiner Hauptbezugsperson bestraft oder abgelehnt, wenn du es denn mal gewagt hast, kein "gutes" Kind zu sein. Möglicherweise liegt es daran, dass du in der Nähe von Gewalt aufgewachsen bist, z. B. mit Eltern, die sich ständig stritten, oder einem alkoholabhängigen Elternteil, das schnell in Wutausbrüche ausbrach. Als Erwachsene tun wir, was wir können, um diese innere Angst nie wieder zu spüren.

Was auch immer es war, das dir beigebracht hat, deine wahren Gefühle und Gedanken tendenziell zu unterdrücken und dich ständig zu entschuldigen, du leidest nun unter Angst, wenn sich jemand über dich ärgert. Tatsächlich geht es beim Entschuldigen darum, sich sicher zu fühlen.

5. Es ist eine Angewohnheit geworden

Wenn du dich schon lange übermäßig oft entschuldigst oder anderen zuhörst, wie sie sich ständig entschuldigen, tust du es vielleicht unbewusst. Es ist zu einer automatischen Reaktion geworden, die du wiederholst, ohne darüber nachzudenken. Manchmal hat das ständige Entschuldigen keinen tieferen Grund als Gewohnheit.

 

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