"Drone Boning": Filmt Liebe statt Krieg!

Zwei New Yorker filmen mittels Drohnenkamera Landschaften - und die Paare, die sich im Freien lieben. Was wie ein schräger Porno klingt, ist den Filmemachern zufolge ein Kunstfilm, der zum Nachdenken anregen soll.

Brandon LaGanke und John Carlucci verwenden des öftern Drohnen, also mit Kameras ausgestattete kleine Flugmaschinen, um für ihre Filme Aufnahmen aus der Vogelperspektive zu machen. Während eines Projektes fragte Brandon im Scherz, was wohl passiere, wenn plötzlich ein Paar im Bild auftauchen würde.

Daraus entstand der Film "Drone Boning", der seinen Machern zufolge ein Kommentar zum immer lauter werdenen Diskurs zum Thema Privatsphäre und Drohnenangriffe sein soll: "'Make Porn, not war'".

Besonders explizit sind die "Sex-Szenen" in "Drone Boning" nicht, die wunderschönen Landschaftsaufnahmen stehlen den kopulierenden Pärchen beinahe die Show. Sie sind eher am Rande, "im Vorbeifliegen" zu sehen - und genau das ist der Punkt: Drohnen, deren Einsatz gerne als Sicherheitsmaßnahme dargestellt wird, filmen "ganz nebenbei" Menschen in einer äußerst intimen Situation, der Beobachtung können sie sich nicht entziehen.

Ob der künstlerische Anspruch bei "Drone Boning" nun gerechtfertigt ist oder nicht: Der Titel "Erster Drohnen-Porno" dürfte dem Machwerk in jedem Fall sicher sein.

 

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