Dritter Hilferuf in Primark-Kleidung

Erneut hat eine Primark-Kundin eine versteckte Botschaft in einem Kleidungsstück entdeckt. Wie die BBC berichtet, hat Karen Wisínska aus Irland einen eingenähten Hilferuf in einer Hose gefunden. Dieser wurde in chinesischen Schriftzeichen verfasst.

Der neue Fall eines scheinbaren Hilferufs betrifft eine Hose, die bereits 2011 in einem Primark-Shop in Belfast, Irland, gekauft wurde. Die Kundin Karen Wisínska behauptet, die Hose aufgrund eines kaputten Zippverschlusses bislang nie getragen zu haben, weshalb sie die versteckte Botschaft erst jetzt entdeckt habe.

Hilferuf aus chinesischem Gefängnis

Der Zettel war in einen Gefängnisausweis eingebunden, der offenbar aus China stammt. Die Botschaft darauf wurde in chinesischen Schriftzeichen verfasst, darüber wurde drei Mal "SOS" geschrieben. Da die Kundin nicht wusste, was die Zeichen bedeuten, postete sie ein Foto des Zettels auf Facebook und erhielt erste Übersetzungen. Diese veranlassten sie dazu, Amnesty International zu kontaktieren. Denn laut dem Hilferuf werden die Insassen des Xiangnan Gefängnisses in Hubei dazu gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen 15 Stunden am Tag Kleidung zu produzieren. Das Essen sei "schlimmer als Futter für Schweine und Hunde", heißt es auf dem Zettel.

Amnesty International-Experten sagen, es sei schwer festzustellen, ob die Botschaft echt ist. Man müsse sich jedoch sorgen, ob dies nur die Spitze des Eisbergs sei, so Patrick Corrigan von Amnesty in Irland gegenüber der BBC.

Bei Primark wurde sofort eine Untersuchung des Falls eingeleitet, so ein Sprecher des Unternehmens. Der Lieferant sei seit 2009 neun Mal in Hinblick auf die ethischen Standards des Unternehmens kontrolliert worden. Man habe keine Versäumnisse feststellen können.


Bereits zwei versteckte Botschaften in Primark-Kleidung gefunden

In den vergangenen Tagen wurden bereits zwei angebliche Hilferufe, in Kleidern auf Etiketten eingestickt, gemeldet. Mehr darüber lesen Sie hier >>

 

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